Angriff eines Elefantenbullen

  1. bis 19.11.2014 Mountain Zebra Park – Addo Elephant Park

Uns begleitet schon von Anfang an ein Zebra, welches die Reise vom Armaturenbrett aus miterlebt. Nun wissen wir dass es ein Bergzebra ist, denn ihm fehlen die für normale Zebras typischen braunen Streifen. Beim Abschied aus dem Bergzebra National Park haben wir ihm noch seine Artgenossen gezeigt, was ihn nicht weiter beeindruckt hat.

In Cradock wurden die Tanks wieder gefüllt und Esswaren und Getränk mussten auch wieder ergänzt werden. Gleich neben dem Einkaufszentrum ist die New Dutch Christian Church, die der Kirche von St. Martin in the Fields in London nachgebaut ist.

An der Ortsgrenze soll ein bekannter Felsen- der 10m hohe Egg- Rock ein beliebtes Fotomotiv sein, leider haben wir ihn nicht gefunden!

Den Addo Park erreichten wir durch das Main- Gate. Hier ist auch der Campingplatz. Nachdem wir zwei Tage vorher versucht hatten, telefonisch vorzubuchen, haben wir befürchtet dass alle Plätze belegt sind. Es war ziemlich voll und wir bekamen einen grösseren Platz, der eigentlich für ein Zelt vorgesehen war.

Mit unser Nachbaren Jo und Dave kamen wir schnell ins Gespräch, bei den andern dauerte es fast drei Tage bis wir über die Begrüssung hinaus kamen.

Aber wir waren ja nicht nur da um Leute kennen zu lernen, sondern hauptsächlich um Tiere zu sehen. Natürlich auch die Elefanten, welche dem Park den Namen gegeben haben. Wir sahen auch eine ganze Menge, einige allein, aber die meisten in grösseren Herden. Elefantenmütter mit ihren Kindern haben uns unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass für uns jetzt still stehen angesagt ist, bis sie mit den Kleinen genug gefressen hatten und weiterzogen. Komischer weise sahen wir keinen einzigen beim Hapoor Wasserloch. Bei unseren früheren Besuchen waren hier immer welche anzutreffen. Im Minimum zwei, aber auch schon zweihundert. Manchmal wurden kleine Gruppen von grösseren vertrieben, wenn diese fanden dass sie nun an der Reihe sind.

Bei einer dieser Herden, die immer viele Jungtiere dabei hatten, fiel uns ein kleiner Kerl auf der immer wieder die Strasse überqueren wollte. Zwei etwas ältere Elefantenmädchen versuchten ihn jeweils ohne grossen Erfolg daran zu hindern, und schickten sich darin ihn in der Gefahrenzone zu begleiten. Plötzlich schaffte er es aber sich ihrer Aufmerksamkeit zu entziehen und rannte trompetend und mit aufgestellten Ohren schnurstracks auf uns los. Es war alles dabei was zu einer Bullenattacke gehört nur die imponierende Masse fehlte halt.

Wir mussten laut lachen. Eine Meter vor Nelson bremste er dann sicherheitshalber ab und verzog sich wieder an den Strassenrand. Da bemerkten die beiden Aufpasserinnen sein Ausreissen und rannten zu ihm. Er wurde richtig in die Zange genommen und wir bekamen den Eindruck, dass ihm richtig die Leviten gelesen wurden.

Ausser Rüsseltiere sahen wir natürlich auch Zebras, Kuhantilopen, meist scheue Warzenschweine, Elands und sogar noch drei Löwen. Diese waren aber sehr weit entfernt und lagen nur herum. Stunden später waren sahen wir sie immer noch an der gleichen Stelle liegen.

 20.11.2014 Addo Elephant Park – Port Elizabeth (PE)

Wir verabschiedeten uns von den Nachbaren und machten uns auf den Weg durch den südlichen Teil des Parks in Richtung PE. Dabei waren mehrere steile Hügel zu überwinden. Mit der Untersetzung schaffte Nelson diese aber spielend. Der Himmel war schon beim aufstehen stark bewölkt und nun fing es auch noch an zu regnen. Trotzdem sahen wir noch einige Tiere, besonders Wasserbüffel, denen das schlechte Wetter offensichtlich nichts ausmachte.

Beim Verlassen des Parks in der Nähe von Colchester regnete es nicht mehr und im nahen PE schien die Sonne. Aber der Wind blies wie meistens in den letzten Tagen kalt übers Land. Seit wir in Südafrika sind ist es eher kühl und wir mussten sogar noch unsere Kuscheldecke benutzen. Die Nächte brachten Temperaturen unter 10 Grad.

In PE mustten die Tanks mit 90 Liter Benzin gefüllt werden, denn der Zusatztank war beinahe leer und der Haupttank nur noch halbvoll. Unser Proviant musste auch wieder ergänzt werden und dann fuhren wir zur etwas ausserhalb von PE liegenden Pine Lodge. Diesen Campingplatz hatten wir schon auf der letzten Reise zweimal besucht. Da werden Erinnerungen an unsere Reisebekanntschaften, Uli und Günther, sowie Andrea und Thomas wach, die wir hier und auf The Willows wieder getroffen hatten. Bis jetzt haben wir ausser Jeanette und Martin leider noch keine Langzeit- Reisenden getroffen

21.11.2014 Port Elizabeth

Eigentlich hatten wir an diesem Tag nichts besonders vor, aber da packte es Christine und sie wollte den Dreck der letzten sechs Wochen etwas gründlicher beseitigen. Das hiess alles was im hinteren Teil des Busse lag musste raus und entstaubt werden. Dann ging es mit dem Innern weiter und sogar das Armaturenbrett wurde auf Hochglanz poliert. Dann nahm sie sich der schmutzigen Wäsche an. Emanuel verstärkte unser Bett mit einem kleinen Balken, und schraubte einige Latten an, die an den Halterungen abgebrochen waren. Danach hatten wir uns eine Pause bei Kaffee und ….. verdient. An der Beachfront waren alle Parkplätze und auch alle Kaffees besetzt. So gingen wir zum Boardwalk. Es gab Schoggikuchen und Carrotcake- da können sich die Aargauer mit ihrer Rüeblitorte verstecken! Und natürlich musste Christine noch ein bisschen ans Meer.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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2 Antworten zu Angriff eines Elefantenbullen

  1. Douw Krüger schreibt:

    Wasserbüffel?

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