Wale in Hermanus

30.10.2014 Ai-Ais – Springbok

Weil nach der Reifenreparatur am Vortag Nelsons Aluminiumdach noch viel zu heiss war hatte Emanuel einen Camping-Nachbar gefragt ob er ihm helfen würde den Reifen auf das Dach zu heben. Das machte er noch kurz vor der Abfahrt.

Am Morgen war es ziemlich stark bewölkt und deutlich kühler als gestern, als sich die Wolken auflösten brannte die Sonnen in gewohnter Kraft auf uns herab. Unterwegs wurde es dann aber wieder kühl. Das Thermometer zeigte bloss 21 Grad, so dass wir eine Zeitlang sogar mit geschlossenen Fenstern fuhren.

An der Grenze angekommen wurden wir als erstes von der namibischen Polizei angehalten. Diese wollten als erstes wissen ob das ein Camper sei, und ob sie reinschauen dürfen. Dann kam die Frage nach Jagdtrophäen und schliesslich auch nach Steinen. Beides verneinten wir. Jedoch hing direkt neben dem Einstieg in den Bus ein Plastiksäckchen mit Steinen. Was das denn sei, wollen die zwei Herren wissen. Emanuel erklärte dass das normale Kieselsteine sind, die er zum Affen vertreiben braucht. Die Polizisten hegten aber den Verdacht dass wir Diamanten besitzen und schauten sich die Steine etwas genauer an. Dummerweise hing am selben Haken ein Stoffsäckchen mit Halbedelsteinen, welche wir zu Hause zum Abschied geschenkt bekommen haben. Der Polizist möchte aber die Quittung sehen, dass diese wirklich aus der Schweiz sind. Emanuel lachte nur und da wars dann auch gut und wir durften weiter. Auf das Ausstempeln des Bus-Zolldokuments haben wir verzichtet, weil uns niemand sagen konnte wo das gemacht wird und weil Namibia und Südafrika zu einer Zollunion gehören. Der Rest der Zollformalitäten auf der namibischen Seite verlief problemlos.

Nun waren wir gespannt was uns bei den Südafrikanern erwartete. Nach unserer letzten Ausreise wurden wir ja für fünf Jahre gesperrt. Zwar wurde diese Sperre dann wieder aufgehoben, aber ob das im System bereits erfasst wurde? Doch zu unserer Erleichterung konnten wir wieder ohne irgendwelche Beanstandungen nach Südafrika einreisen.

In der Nähe von Springbok übernachteten wir Goegap Park als einzige Gäste für nur 90 Rand (ca. 9 Franken).

31.10.2014 Springbok – Rondeberg

Bis zu unserem Tagesziel, 20 Kilometer nördlich von Clanwilliam, mussten wir noch einige einspurige Baustellen passieren. Das bedeutete oft bis zu 15 Minuten Wartezeit.

Auf dem Rondeberg Camping hat seit unserem letzten Besuch im Januar das Management gewechselt und nun gibt es dort auch einen geheizten Pool. Da der See nur 19 Grad hatte benutzen wir lieber den Pool um uns etwas abzukühlen. Hier stand auch eine grosse Tafel mit den üblichen Verhaltensregeln, nur ein Punkt war etwas ungewohnt. „Kinder“ unter 18 Jahren durften nur unter Aufsicht eines Erwachsenen den Pool benutzen.

01.11.2014 Rondeberg – Mountain Breeze

An diesem Tag mussten wir unsere Lebensmittelreserven wieder etwas auffüllen. SIM-Karten für Telefon und Internet wollten wir uns auch besorgen. Etwas Cash brauchten wir ebenso und fuhren deshalb nach Clanwilliam. Aber wir hatten nicht bedacht, dass heute der erste des Monats und dazu noch Samstag ist. Das bedeutete Zahltag und lange Schlangen vor den Bankomaten und Kassen. Den Telefonladen bei dem wir das letztemal SIM-Karten kauften gibt’s auch nicht mehr. So fuhren wir unverrichteter Ding weiter Richtung Süden.

Auch auf dieser Strecke trafen wir noch auf einige Baustellen. Trotz diesen und einem steilen Pass, waren wir relativ früh in Stellenbosch, wo wir in einem sehr schönen Einkaufscenter an Bargeld und Lebensmittel kamen. Nur die Sim-Karten gab es hier auch nicht. Aber wir kannten auf dem Weg zum Mountain Breeze Camping noch eine Einkaufsmöglichkeit und da klappte es dann auch.

02.11.2014 Mountain Breeze – Onrus

Um nach Hermanus zu kommen, wählten wir die schöne Küstenstrasse via Kleinmond. Wir hofften hier schon Wale zu sehen aber die Aussicht war auch ohne diese sehr schön.

Übernachten wollten wir kurz vor Hermanus auf dem Onrus Camping. Hier war vielleicht was los. An diesem Wochenende hatte hier ein Mountain Bike Rennen stattgefunden und die Radfahrer haben auf dem Camping übernachtet. Einchecken konnten wir wegen eines Stromausfalls auch nicht. Wir zogen also weiter nach Hermanus um in der Walker Bay Wale zusehen. Wir sahen sie auch, aber sie waren alle etwas weit von den Steilklippen entfernt.

Später zurück in Onrus fanden wir einen schönen Platz mit netten Nachbarn. Das ältere Paar hatte sich kürzlich ihren ersten Camper gekauft auf den sie sehr stolz waren. Wir durften ihn dann auch besichtigen. Toll eingerichtet, mit Dusche und WC, zwei Flatscreen-TV’s und einer GPS gesteuerten Satellitenschüssel. Aber kein Allrad und für uns zu wenig Bodenfreiheit.
Eine Besichtigung unseres Busses begeisterte sie beide ebenfalls.

 03. und 04.11.2014 Onrus – Hermanus

Für die beiden nächsten Nächte hatten wir uns bei Petra in ihrer Von Abercron Residence angemeldet. Vorher fuhren wir aber von Onrus über Hermanus nach De Kelders auf die andere Seite der Walker Bay. Leider war der Himmel schon am frühen Morgen bedeckt und später fing es dann an zu regnen. Wir konnten zwar einige Wale beobchten, aber für Fotos war das Wetter nicht gerade ideal.

Am darauf folgenden Tag war das Wetter dann wieder besser und für Fotos günstiger.

 05.11.2014 Hermanus – Heidehof Gansbaai

Wie schon bei den letzten Reisen gingen wir auch diesmal unsere Freunde mit der Blumenfarm, einige Kiliometer ausserhalb von Gansbaai.

Vorher fuhren wir aber noch nach Hermanus hinein, wo wir an diesem Tag etliche Wale direkt vor den Klippen beobachten konnten. Stundenlang sassen wir da und schauten und fotografierten. Wir waren froh, haben wir uns beeilt von Swakopmund hier her zu kommen. In zwei bis drei Wochen sind die Mütter mit ihren Kälbern nicht mehr hier, die „Walväter“ sind schon fort.

Am Nachmittag fuhren wir dann zum Heidehof wo uns Matia herzlich begrüsste. Walter hatten wir auf der Fahrt gekreuzt, er kam dann etwas später mit Pitta, dem Riesenschnauzer und super Wachhund (er bellte uns sogar am dritten Tag noch an, wenn wir ins Haus kamen) aus Gansbaai zurück.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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