Die Reise geht weiter

20. und 21.10.2014 Kirchberg – Frankfurt – Windhoek

Nach vier Monaten Schweiz und einem verregneten Sommer, war es wieder Zeit den Zugvögeln nachzueifern.

Am Montag den 20. Oktober war es dann so weit. Dieses Datum hatten wir beim Buchen des Flugs ziemlich zufällig gewählt, aber es stellte sich als Glücksfall heraus. Die Deutsche Bahn streikte die beiden Tage vorher, so dass wir da vermutlich nicht ohne weiteres nach Frankfurt gekommen wären. Am Flughafen fanden wir uns nun (endlich) bei unserem dritten Abflug recht gut zurecht.

Beim Einchecken wurde aber dann unser fehlendes Rückflugticket ein Thema. Nachdem drei Personen des Schalterpersonals sich damit befasst hatten und wir unser Argument (Langzeitreisende, eigenes Fahrzeug in Namibia, 4 jähriges Visa für Südafrika) angebracht hatten, wurde uns doch noch erlaubt mitzufliegen.

Der Flug selber war wie immer lang und fast schlaflos, so dass wir ziemlich genudelt in der Warteschlange der Einwanderungsbehörde standen. Langsam rückten wir immer weiter. Aber plötzlich ging nichts mehr. Ein älteres Paar stand an zwei Schaltern, sie wurden etwas gefragt, verstanden aber nicht genug englisch. Die Beamtin rief in die Warteschlange, ob jemand italienisch spreche. Emanuel konnte da aushelfen. Die Italiener hatten keine Adresse in Namibia angegeben, weil sie bei ihrem Sohn wohnen würden, und seine Adresse wussten sie nicht. Der wartete aber in der Ankunftshalle um sie abzuholen. Der Vater durfte dann rausgehen und den Filius holen. So waren wieder zwei Schalter frei und wir rückten dem namibischen Visa wieder näher. Als wir dann an der Reihe waren wollte die Dame unser Rückflugticket sehen. Mit denselben Argumenten wie in Frankfurt mussten wir sie davon überzeugen uns doch noch Einlass zu gewähren. Allerdings mit einer Einschränkung: da wir in diesem Jahr schon einen Monat im Land verbracht hatten, bekamen wir nur noch zwei Monate Aufenthaltsgenehmigung. Emanuel versuchte noch mit ihr darüber zu diskutieren, aber sie gab uns den Ratschlag , bei Home Affairs eine Verlängerung zu beantragen. Wir konnten uns das Lachen kaum verkneifen und machten dass wir weg kamen.

Bei Budget holten wir dann den Mietwagen ab. Das zog sich etwas in die Länge, weil der einzige Angestellte sich die Mühe machte jeden einzelnen Punkt des Formulars zu erklären. Zum Glück waren wir die Zweiten in der Warteschlange. Hinter uns kamen noch etliche. Endlich konnten wir den kleinen VW Polo entgegen nehmen und so knapp unser Gepäck verstauen. Die beiden Koffer füllten schon den Kofferraum und die Rucksäcke mussten wir auf die Rücksitze legen.

Die Fahrt nach Windhoek war ereignislos und als wir um acht Uhr in unserer Unterkunft für eine Nacht, der Pension Christoph ankamen, war unser Zimmer noch nicht bereit. Wir konnten aber wenigstens unser Gepäck da lassen. Mit den Rucksäcken auf der Rückbank im Innenraum des Polos wollten wir nicht ins Shopping Center.

Dort in der Merua Mall waren wir auch zu früh. Die Geschäfte öffnen erst um neun. Eine Tapas Bar war schon offen, wo wir wenigste Wasser und Kaffee bekamen. Croissants gab‘s leider noch nicht, was uns irgendwie an das Mug & Beans im Krügerpark erinnerte. Aber das haben wir ja schon im Blog geschrieben.

Lange haben wir es im Shopping Center nicht ausgehalten, und so waren wir schon bald wieder in der Pension. Das Zimmer war zwar noch nicht fertig, aber wir konnten uns wenigstens solange im Garten auf einer Liege am Pool ausstrecken.

Später als wir das Gepäck im Zimmer hatten und ein bisschen ausgeruht waren, bekamen wir Lust auf Kaffee. Also fuhren wir in die Stadt zum Craft Center. Wer uns kennt, weiss was jetzt kommt. Christine ass ein Stück Cheese Cake und Emanuel einen warmen Appel Crumble mit Eis, mmmmh.

Etwa um halb acht waren wir schon im Bett und kurz darauf eingeschlafen.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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Eine Antwort zu Die Reise geht weiter

  1. Sylvia Germann schreibt:

    ….das tönt doch schon wieder ganz Afrikanisch.. heheh 🙂
    good luke 🙂

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