Back Home Again

15. bis 19.06.2014 Swakopmund

Diese Nacht haben wir viel besser geschlafen, wohl auch weil wir unsere Kissen aus dem Bus benutzt hatten.

Astrid und Fred haben uns am Nachmittag nach Goanikontes begleitet. Auf dem Weg dorthin sind wir durch das Trockenflussbett des Swakop gefahren.

Im Restaurant der Oase haben wir uns an Schwarzwäldertorte gütlich getan und auf dem Rückweg unseren Begleitern die Mondlandschaft und die (unschönen aber uralten) Welwitschas gezeigt und das on die eigentlich notwendige und kostenpflichtige Bewilligung. Diese ist aber nur in Swakopmund erhältlich aber am Sonntagnachmittag wohl auch nicht.

Einen kurzen Abstecher nach Swakop mussten wir kurz vor Sonnenuntergang auch noch machen denn beide Fahrzeuge mussten betankt werden, zudem brauchten wir noch Brot und Holzkohle.

Der Bus musste innen gründlich gereinigt werden, aber vorher musste praktisch alles ausgeräumt werden.

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Dann hat Emanuel versucht den gröbsten Staub mit einem ausgeliehenen Kompressor raus zu blasen und Christine hat dann die Endreinigung übernommen. Dann alles wieder einräumen. Der Trinkwasser und der Abwassertank sowie die chemische Toilette mussten auch noch geleert werden.

Mit Astrid und Fred haben wir zwei schöne Abende verbracht. Zusammen gegessen und bis in die Nacht diskutiert und erzählt. Wir hätten es noch länger mit ihnen ausgehalten. Die beiden waren aber schon drei Wochen am gleichen Ort und wollten doch endlich etwas mehr von Namibia sehen.

Wir fuhren regelmässig nach Swakop um einzukaufen, das Meer zu sehen und auch um uns nach einem Mietwagen zu erkundigen. Laut Telefonbuch sind drei grosse Autovermieter in der Stadt. Bei Avis sagte man uns, dass Buchungen eigentlich nur über das Internetportal angenommen würden und sie im Moment gerade kein Fahrzeug hätten. Europcar haben wir nicht gefunden. Herzt hat die Filiale dicht gemacht. Nur Budget machte uns ein Angebot, und das haben wir dann erstaunlicherweise auch angenommen.

Am vorletzten Tag haben wir den VW Polo abgeholt und Christine ist nach 9 Monaten wieder einmal hinter dem Lenkrad gesessen. Wir mussten ja mit beiden Fahrzeugen wieder raus zum Gut Richthofen fahren.

Danach war aussortieren angesagt, wir mussten entscheiden was wir mit nach Hause nehmen und was wir im Bus lassen können. Dann den Bus einräumen und Koffer packen.

20.06.2014 Swakopmund – Windhoek

Um 10 Uhr waren wir überraschender Weise schon bereit um uns von Susanne und Michael Florin zu verabschieden. Vorher hatten wir noch Nelson in einer Halle der Florins abgestellt und an den Strom angeschlossen damit die Batterien schön aufgeladen bleiben.

Dann fuhren wir los Richtung Hauptstadt Namibias. Bei Tempo 100 bis 120km/h kamen wir bis Okahandja gut vorwärts, aber etwa 50 Kilometer vor Windhoek war eine längere Kolonne hinter drei Lastwagen und wegen dem starken Gegenverkehr konnte man diese schlecht überholen. Aber die 360 Kilometer haben wir in gut vier Stunden, also doch einiges schneller zurück gelegt als einige kürzere Strecken mit dem Bus.

Am Ziel angekommen hatte Emanuel für Christine eine kleine Überraschung vorbereitet, für die letzte Übernachtung war ein Zimmer im Hotel Heinitzburg gebucht.

Aussischt von der Heinitzburg

Es war am späten Nachmittag so kalt, dass wir das Hotel nicht mehr verlassen wollten und deshalb reservierten wir einen Tisch im Hotelrestaurant. Was sich aber als Flopp herausstellte. Die Bedienung war sehr langsam und das Kudu-Fleisch war eines der zähesten dass wir je hatten. Als wir das dem Chefkoch mitteilten, hat er sich für das Feedback bedankt, sonst nichts.

Im Zimmer war auch nicht alles zum Besten. Die Fernbedienung der Klimaanlage zeigt die Temperatur in Farenheit an und lies sich nicht auf Celsius umstellen. Wir bekamen aber eine Tabelle mit der Umrechnung. Im Badezimmer nahmen wir einen ziemlich unangenehmen Abwassergeruch war, der sich im Lauf der Nacht auch auf das Zimmer ausbreitete. Aber die Betten waren sehr bequem.

21.06.2014 Windhoek

Bis zum Abflug um 20:30 hatten wir viele Stunden die wir nicht so recht wussten wie hinter uns bringen. Wir beeilten uns nicht mit dem Aufstehen und frühstückten gemütlich. Das Büffet war übrigens vielseitig und reichhaltig.

Dann fuhren wir in die Stadt um die letzten Mitbringsel einzukaufen. Da in der Hauptstadt die Geschäfte am Samstag schon um ein Uhr schliessen beschlossen wir in das Maerua Einkaufszentrum zu fahren. Aber das brachte nicht viel, denn hier ist um 2 Uhr Ladenschluss. Wir nutzen die Zeit noch um ein letztes mal Kaffee und Kuchen zu geniessen. Danach war nichts mehr zu wollen in Windhoek, darum fuhren wir auf den Hügel hinauf zur Heinitzburg. Hier holten wir unser deponiertes Gepäck ab, und sassen dann noch einige Zeit auf der Terrasse und genossen die Sonne Afrikas. Wir sassen mindesten ein Stunde dort, bis wir gefragt wurden ob alles in Ordnung sei, oder ob wir etwas bestellen möchten. Da die Sonne schon ziemlich tief stand, und wir aus Erfahrung wussten wie lange es hier dauert bis eine Bestellung an den Tisch gebracht wird, verzichteten wir.

Als es uns zu kühl wurde brachen wir auf um zum Flughafen zu fahren. Unterwegs mussten wir den Mietwagen noch volltanken. Für die rund 400km brauchte der Polo nur knapp 17 Liter, da könnte sich Nelson ein Beispiel nehmen. Abgabe des Wagens, einchecken, Pass- und Gepäckkontrolle verliefen problemlos und schon sassen wir in der Abflughalle.

22.06.2014 Frankfurt – Kirchberg

Wie immer im Flieger schlecht, das heisst praktisch nicht geschlafen. Uns schienen die Sitze in dem neuen A330 der Air Namibia noch enger als im alten Flieger. Dabei haben wir in den letzten 9 Monaten einige Kilos abgenommen.

Passkontrolle in FRA war natürlich kein Problem. Nur das eine Rail-Ticket konnten wir am Automaten nicht drucken lassen. Die Dame an der Information verwies uns zum DB-Reisezenter. Da standen aber schon viele Leute und Emanuel hatte keine Lust dort ein Stunde anzustehen. Christine überzeugte ihn aber dann dass es besser sei als später mit dem Zugführer eine Diskussion anzuzetteln. Schliesslich waren es dann nur etwa 15 Minuten bis er an der Reihe war und das zweite Ticket und die optimalen Verbindungen bis Bern wurden uns ausgedruckt.

In Basel mussten wir umsteigen, die Tickets von Basel nach Bern hatte Emanuel schon vorher auf Christines Handy via SBB-App gekauft. Als der Zugführer kurz vor Olten kam merkte Emanuel, dass sein Halbtaxabo im Januar abgelaufen ist. Der Zugbeleiter hatte nun aber keine Zeit um das zu regeln und verwies uns an seinen Kollegen der ab Olten zuständig war. Der kam dann auch, und sagte wir müssten noch ein halbes Ticket lösen und dann noch einen Zuschlag bezahlen. Dann wollte er wissen ob wir in Olten eingestiegen seien. Emanuel bejahte dies unwarheitsgemäss und so war der Zuschlag dann nur 50 Rappen.

In Bern holte uns Emanuels Schwester Annemarie am Bahnhof ab und fuhr uns nach Kirchberg. Da wurden wir gleich von Erika und Jean-Daniel Weber empfangen und zu einem Glas Weisswein eingeladen. Die Beiden hatten sich während unserer Abwesenheit um unsere Wohnung gekümmert. Christines Sohn und seine Freundin warteten bereits mit selbstgebackenem Kuchen und hatten alles schön vorbereitet für ein „Plauderstündchen“. Eigentlich wollten wir auch noch zusammen Abendessen, aber wir waren so erledigt, dass wir bereits um halb 9 ins Bett fielen.

Irgendwie kommt es uns komisch vor wieder in der Wohnung zu sein, denn wir müssen alles Mögliche suchen. Im Bus war alles nahe bei einander, es gab nicht so viel und wir haben einfach vergessen wo die Dinge sind. Ist das normal oder sind wir schon so alte?

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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8 Antworten zu Back Home Again

  1. Douw schreibt:

    Herzlich Willkommen in Europa! Im Moment haben wir schönes Wetter. Wir wünschen euch eine tolle Zeit zuhause. Beinahe so schön wie Namibia.
    Douw und Nelleke Krüger

    • Swissnomads schreibt:

      Hallo Douw

      Den letzten Regen im südlichen Afrika hatten wir im März im Hluhluwe. Hier schon am Abend des ersten Tages
      Nun soll es am Wochenende regnen.

      Kommt Ihr auf Eurer Europa Tour auch in die Schweiz? Wenn ja wir haben ein Gästezimmer.

      Gruss
      Emanuel

  2. Mirella schreibt:

    Herzlich willkommen in der Schweiz. Meldet euch mal, wir würden uns über einen Besuch freuen 😉

  3. Catherine schreibt:

    Willkommen zurück…. Wenn auch nur kurz? Guckt euch mal auf der atw seite um, es ist voodootreffen im august in kallnach. Wäre cool euch dort zu sehen und zu erzählen hättet ihr bestimmt einiges 😉 ganz liebe grüsse catherine

    • Swissnomads schreibt:

      Hallo Catherine
      Das VoodoTreffen haben wir auch auf dem Radar, aber wir würden viel lieber mit dem Bus dorthin fahren. Das haben wir bisher noch nicht geschafft.
      Gruss
      Emanuel

  4. Douw schreibt:

    Leide kommen wir diesmal nicht in die Schweiz. Aber wir freuen uns über Roger Federer! Heute nach Maastricht – nicht so weit von der Schweiz. Dann zurück nach Düsseldorf und noch eine Reise nach Euskirchen einem Radio ab zu holen, und dann nach Kapstadt. Es gab einen grossen Sturmin Kapstadt gestern Abend, mit Schnee! The mother of all storms.
    Gruß
    Douw und Nelleke

    • christine glaesel schreibt:

      Das ist ja schade, wo ihr doch schon in Maastricht seid!
      Auch bei uns gab es gestern einen grossen Sturm, allerdings ohne Schnee- zum Glück.
      Aber- the mother of all storms for the mother of all cities 😉
      Wir wünschen euch eine gute Heimreise- bis bald in Südafrika????
      Christine und Emanuel

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