Krüger Park anders als erwartet

29.04.2014 Polokwane

In unserem Reiseführer stand nicht viel sehenswürdiges in und um Polokwane, deshalb fuhren wir nach Mokopane wo wir im Game Park einen geführte Tour machen wollten. Wir fanden aber als erstes das Mokopane Breeding Center und als wir dort nach einem Gamedrive fragten hat uns Marc der Headranger erklärt dass sie zur Zeit kein Fahrzeug dafür hätten, wir aber hier im Park mit dem eigenen Fahrzeug eine Rundfahrt machen können. Auf einer Karte zeichnete er uns die Route ein, die wir mit dem Avanza machen können. Die Strecke war manchmal sehr steinig, mit grösseren Löchern und hier und da auch ziemlich sandig, aber wir schafften es. Zu sehen gab es Giraffen, Kudus, Nyalas, Zebras, Warzenschweine und die immer präsenten Impalas.

Wie der Name des Zentrum schon sagt, werden hier auch vom Aussterben bedrohte Tiere gezüchtet. Unter anderem Zwergnilpferde.

Auch ein verletztes grosses Nashorn sahen wir in einem Gehege, es hatte nur ein Ohr und ein abgesägtes Horn.

30.04 und 1.05.2014 Polokwane – Shiluvari (Elim)

Auf dem Weg zu unserem Tagesziel überquerten wir den Wendekreis des Steinbocks. Hier beginnen die mathematisch errechneten Tropen und es gibt auch ein Monument anzuschauen.

Kurz vor Louis Trichard zweigte die Strasse ab nach Elim. Hier hat ein Schweizer im vorigen Jahrhundert ein Missionsspital ins Leben gerufen. Nachkommen von diesem führen die Shiluvari Lakeside Lodge. Es ist ein heute Fair Trade geführter Betrieb. Hier waren wir schon einmal vor acht Jahren. An der Anlage hat der Zahn der Zeit genagt, es wirkt alles leider etwas, sagen wir mal, nicht mehr so einladend. Aber das Personal ist immer noch sehr nett- und das Nachtessen ausgezeichnet.

Am Tag der Arbeit hat sich Emanuel frei genommen, denn Annemarie und Josette haben sich einen lokalen Reiseführer genommen um mit ihnen die in der Region ansässigen Künstler zu besuchen. Wir haben das bei unserem letzten Besuch auch so gemacht und haben dabei viel erfahren. Unsere beiden Besucherinnen hatten aber weniger Glück. Dieser Reiseführer schien nicht so gut zu sein wie unserer im Jahr 2006, zudem haben sie schlechte Strassenverhältnisse angetroffen. Man muss nämlich den Guide im eigenen Wagen mit nehmen und der Toyota Avanza war für die gefahrenen Strassen nicht ideal. Die Beiden haben dann die Tour relativ früh abgebrochen und sind zur Lodge zurück gekehrt.

Wir haben in dieser Zeit die Phiphidi Wasserfälle besucht und noch einen Versuch gemacht in den Heiligen Wald zu kommen. Unser GPS wollte uns immer wieder auf 4×4 Pisten schicken, wozu wir aber keine Lust hatten und Idee durch den Wald zu fahren bald aufgaben.

Mit einem Umweg über Makhando (Louis Trichardt) sind wir zur Shiluvari (Libelle in Venda-Sprache) Lodge zurück fahren. Von wegen freier Tag, wir zwei sind schon wieder 176 Kilometer rumgekurvt.

02.02.2014 Elim – Punda Maria (Krügerpark)

Wir nahmen Abschied von dem netten Personal der Shiluvari Lodge bei nebligem Wetter. Die Strassen zum Krüger sind auch nicht frei von Löchern aber es waren nicht ganz so viel wie auch schon. Wir fuhren durch die Streudörfer ohne Ende, dauernd war die Höchstgeschwindigkeit mit 60km/h angegeben. Da konnte Nelson gut mithalten, zudem waren wir hier unter 600 m.ü.M. da hatte er auch wieder etwas mehr Power. Kurz vor dem Park kauften wir auf einem Strassenmarkt Tomaten und knutsch grüne Mandarinen. Die Verkäuferin versicherte uns, dass sie süss seien. Wir waren trotzdem skeptisch, mussten aber später feststellen dass sie zwar nicht sehr süss waren, aber saftig und einen ganz speziellen „mandarinigen“ Geschmack hatten.

Im Park angekommen mussten wir die übliche Anmeldeprozedur über uns ergehen lassen und ein Parkmitarbeiter wollte auch noch in die Fahrzeuge schauen um zu sehen ober wir noch einen Passagier oder Feuerwaffen versteckt haben. Darauf fuhren wir zum Camping respektive unsere Besucherinnen zu ihrem Bungalow. Wir stellten den Bus auf den Campingplatz und unternahmen dann noch einen Gamedrive in der näheren Umgebung von Punda Maria.

02.bis 10. 05.2014 Punda Maria- Shingwedzi – Letaba – Satara – Skukuza – Kruger Gate

Die nächsten Tage verbrachten wir mit weiteren Gamedrives im Krüger. Hier ein paar Bilder der gesichteten Tiere.

Junges Gnu

Von Letaba aus verliessen wir den Park um die Amarula Fabrik in der Nähe von Phalaborwa zu besuchen. Leider ist diese aber nur von Januar bis März im Betrieb wenn die Früchte reif sind. Dieser Likör wird aus der Marula Frucht hergestellt und er ist der zweitmeist verkaufte nach Baileys. Uns wurde von einer jungen Frau einiges erklärt, eine Präsentation ab DVD gezeigt und eine grosszügige Portion Amaralua zur Degustation kredenzt. Danach assen wir noch einen Amarula Cake, und tranken ein Amarula Cappuccino! Wir wissen nicht ob unser GPS auch etwas von dem Alkohol abgekriegt hatte, jedenfalls hat es uns anschliessend in Phalaborwa ziemlich seltsame Anweisungen gemacht. Schliesslich haben wir aber auch ohne ihre Hilfe zurück in den National Park gefunden.

In Satara und Skukuza Camp waren die Campingplätze ausgebucht, so mussten auch wir einen Bungalow mieten. Es war für uns ein müssen, weil das Bett im Bus am bequemsten ist.

Das Beste auf dem Weg von Satara nach Skukuza waren die Löwen, welche wir kurz vor unserem Ziel sahen. Zwar waren sie ziemlich versteckt in niederen Akazien. Aber das hatte den Tag mit wenigen Tiersichtungen dann noch gerettet.

Im Satara Camp wollten wir im Restaurant essen. Da gab es Debonnairs und Mugs & Beans zwei im südlichen Afrika verbreitete Restaurant Ketten. Wir entschieden uns für Debonnairs weil wir Appetit auf Pizzas hatten. Wir bestellten und setzten uns draussen an einen Tisch und warteten. Es ging auch nicht lange und die Pizzas wurden gebracht. Zu unserem Erstaunen, in der Take A Way Kartonschachtel. Als wir der jungen Dame erklärten, dass wir sie hier essen möchten, erfuhren wir dass es hier keine Teller gibt. Besteck erhielten wir das typische Economy-Flug-Plastikbesteck und getrunken wurde aus der Flasche. Wir fanden es ganz lustig und dem Geschmack der Pizzas tat das keinen Abbruch- sie schmeckten richtig gut.

Da wir einen Bungalow ohne Küche hatten, gingen wir zum Frühstücken zu Mugs & Beans, neben der Pizzeria. Hier war es ähnlich spassig wie beim Nachtessen. Unsere Bestellungen überforderten das Restaurant etwas, denn diverse, auf der Menukarte aufgeführt Angebote waren „out of stock“. So gab es kein Joghurt, Müsli oder Mangosaft. Statt Joghurt wünschten wir Fruchtsalat, was nach Abklärung in der Küche möglich war. Annemarie bestellte French Toast, was aber kein Brot, sondern ein getoastetes Croissant mit Mascarpone und Beeren war. Josette wollte nur ein Muffin und wie wir anderen einen Kaffee. Der Kaffee wurde bald serviert und das Muffin kam kurz darauf. Aber dann ging lange nichts mehr. Nach einer gefühlten halben Stunde, war unser Kaffee getrunken und als wir nach unserem Frühstück fragten, hiess es die Croissants sind noch nicht bereit.

Irgendwann erhielten wir dann unser Essen, aber die Croissants waren entweder aufgetaut worden oder vom Vortag. Butter und Marmelade gabs auch nicht, die Bedienung war erstaunt dass wir das wollten. Dazu war der Fruchtsalat so kalt, dass wir ihn an die Sonne stellen mussten und bestand zu 99% aus Äpfeln. Alles in allem hatten wir es recht lustig, aber das Hotel Gläsel-Berger bietet doch einiges mehr und ist auch viel speditiver.

Nach dem ausgedehnten, wenn auch nicht üppigen Frühstück waren wir bereit für die Pirsch.

Uns wurde immer gesagt, der Norden des Krüger Park ist eher trocken und es sind dort weniger Tiere zu sehen. Das traf aber diesmal nicht zu. Die ersten Tage sahen wir um Punda Maria mehr Tiere und grünere Vegetation als im Süden. Besonders am letzten Tag, als wir von Skukuza bis an den südlichsten Rand des Parks und wieder rauf zum Kruger Gate fuhren haben wir sehr wenig gesehen. Das Beste war eine grössere Herde Elefanten.

Bis zum Schluss haben wir noch auf wenigstens ein Rhino gehofft, aber leider waren wir wohl zur falschen Zeit am falschen Ort!

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
Dieser Beitrag wurde unter Südafrika abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s