Pässe ohne Ende

28.02.2014 Kommetjie – Onrus

Nun ging es richtig los, zur Garden Route. Zuerst rund um die False Bay die  wir einige Kilometer an der Küste entlang fahren konnten, ab Gordens Bay entlang einer der schönsten Steilküsten Südafrikas bis Pringel Bay. Von hier etwas landeinwärts bis Onrus wo wir Monikas Motorhome auf dem Camping abstellten und zu Dritt mit Nelson nach Hermanus fuhren. Zum Einkaufen gab es am Samstagnachmittag kaum Gelegenheit, die meisten Geschäfte waren geschlossen. In einer Tapas Bar nahmen wir einen Apero und sonnten uns ein wenig.

Auf dem Onrus Camping verbrachten wir eine ruhige Nacht obschon in unserer Nähe zwei grössere Gruppen ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Das weckte in uns schlechte Erinnerungen. Aber sie benahmen sich sehr gesittet und wir konnten gut schlafen.

Walker Bay

02.03.2014 Onrus – Arniston

Highlight des Tages war der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents, Cape L’Agulhas. Der starke und kühle Wind lud nicht gerade zum verweilen ein. Schnell ein paar Fotos und dann wieder ins Auto.

Struisbay

Als wir dann einen Platz für die Nacht suchten, fanden wir in Aghulas und Struisbay  die Plätze geschlossen oder den Empfang nicht mehr besetzt. In Bredasdorp war der Camping  zwar befahrbar, aber die sanitären Einrichtungen sahen nicht gerade einladend aus. Es regnete und war kalt du so landeten wir zum Schluss  in der Arniston- Lodge bei Emil, einem gepflegeten B&B mit sehr nettem Gastgeber.

03.03.2014 Arniston – Hartenbos

Bei bewölktem Himmel und kühleren Temperaturen fuhren wir zu unserm ersten Zwischenhalt in Swellendam wo wir die schöne weisse Kirche besichtigten, zum ersten Mal von innen. Es gibt da eine wunderschöne grosse Orgel, die aber leider nicht zu hören war. Der Innenraum ist zweigeschossig, die Bänke im Halbkreis angeordnet.

Neben dem Andachtsraum sind noch ein Kinderraum und sonstige kleinere Räume vorhanden.

Auch ein Besuch bei Alcare in Albertinia durfte nicht fehlen. Als wir wegfahren wollten, sprach uns ein Tourguide auf Englisch an und wollte, wie alle andern, wissen ob wir mit unserem Bus von der Schweiz bis Südafrika gefahren sind. Denn stellte er noch fest, dass wir Berner Nummern haben. Als Emanuel wissen wollte, wieso er Bern kennt, sprach er plötzlich Basler Dialekt. Er ist als achtjähriger mit seinen Eltern nach Südafrika ausgewandert und betreibt jetzt ein Fair Trade Reisebüro. Er arbeitet mit einem Bernern Unternehmen zusammen, mit dem  wir auch schon Kontakt hatten. Zudem ist sein Partner Besitzer der Shiluwari- Lakeside Lodge in der Provinz Limpopo in der wir auch schon übernachtet haben.  Irgendwie ist die Welt doch klein.

Auf dem Hartenbos Camping bei Mossel Bay  werden wir die nächsten Tage verbringen.

04. und 05.03.2014 Hartenbos

Wir hatten uns für zwei Nächte auf dem Camping angemeldet, verlängerten unseren Aufenthalt aber noch um einen Tag. Am ersten Tag war es noch bewölkt, gute Gelegenheit das Diaz- Museum zu besuchen. Hier ist das Schiff ausgestellt, mit dem Bartolomäus Diaz 1488 in Mosselbay gelandet ist. Es wurde in Portugal originalgetreu nachgebaut und steht nun hier im Museum. Am zweiten Tag lichtete sich der Himmel im Verlauf des Vormittags und wir konnten das Meer und den Strand geniessen. Am Abend fuhren wir nach Mossel Bay ins Restaurant The Point zum Fisch essen.

06.03.2014 Hartenbos – Oudtshoorn

Für die Fahrt nach Oudtshoorn nahmen wir, wie das letzte Mal die Strasse über den Robinson Pass. Diesmal herrschte aber auf der ganzen Strecke das schönste Wetter. So konnten wir auch die Landschaft geniessen, Nelson gab uns dazu genug Zeit, denn er schaffte Teile der Strecke nur im ersten Gang.

Oudtshoorn ist bekannt für seine Strausse und wir besuchten die High Gate Farm, wo es mehr über die Tiere zu erfahren gab. Wir sahen zwei Wochen alte Küken mit denen man kuscheln konnte, aber von uns wollte keiner.

Dann gab es die Möglichkeit erwachsene Tiere zu füttern, was wir schon mal gemacht haben. Danach besuchten wir noch ein Pärchen das brütete. Hier konnte man auf die Eier stehen, aber auch das hatten wir schon mal gemacht. Zu guter Letzt wurden uns an einem Strauss die verschieden Federn gezeigt welche  kommerziell genutzt werden. Dazu konnten wir bei 40 Grad endlich im Schatten sitzen. Hier konnte man noch auf einem imobilisierten Strauss sitzen, das wollten wir nicht denn dazu musste man den Schatten verlassen.

Dann wurden wir zum Farm Laden geführt der zum Glück klimatisiert war. Da wollte sogar Emanuel rein gehen.

Da es uns für weitere Aktivitäten zu heiss war, fuhren wir direkt zum Cango Mountain Resort. Hier hatten wir einen grossen Campingplatz und ein richtiges Schwimmbad ganz für uns alleine.

07.03.2014 Oudtshoorn  – Knysna

Wenn man schon in der Gegend ist muss man auch die Cango Caves besuchen. Es gibt hier zwei grosse Hallen mit fantastischen Stalagtiten, Stalagmiten und Säulen. Auf der normalen Tour kommt man 600 Meter in den Berg hinein. Für die Mutigen und Fitten wird noch die Adventure Tour angeboten aber dazu fühlten wir uns nicht mutig und fit  genug. Hier war nämlich kriechen und klettern angesagt.

Heute war die Lufttemperatur auch ausserhalb der Höhle ( innen 18 grad, laut Reiseführer, gefühlt aber gute 20) deutlich tiefer und angenehmer als gestern.

Für die Rückfahrt an die Küsten planten wir die sogenannte 4 Passes Route zu nehmen, verpassten aber die Abzweigung bei George. Deshalb fuhren wir bis nach Wilderness, um dann wieder ein Stück landeinwärts die Passstrasse zu erreichen.  Der grösste Teil der Strecke ist ungeteerte Piste und führt steil bergab durch dschungelartigen Wald und dann genauso steil wieder hinauf. Monika schaffte die Fahrt mit ihrem Sprinter ohne Probleme und Nelson musste nur einmal die Unterstützung der kleinen Gänge in Anspruch nehmen.

Eigentlich wollten wir auf dem Buffalo Bay Camping übernachten, aber auf der Landzunge war es so neblig, dass wir weiter zum Brenton-on-Lake Resort fuhren. Das ist ein schöner Campingplatz sogar mit Fitnessraum und Sauna. Auch hier war nicht viel los.

Gegessen haben wir in Knysna im Oldie’s was wir aber nicht weiter empfehlen würden. Aber wer in einem Pub isst sollte auch English Food mögen.

08.03.2014 Knysna – Tsitsikama

In Knysna gibt es (Anm. Emanuel: LEIDER) sehr viele Shopping Möglichkeiten und das haben Monika und Christine ausgiebig getan. Der Ort liegt an einer Lagune, hat eine hübsche Waterfront und zieht sehr viele Touristen an. Beim Knysna Segelclub gibt es ein Restaurant wo wir einen Kaffee trinken wollten, Kuchen hatten sie keinen und die Bedienung hat sich auch nicht gerade mit Freundlichkeit verausgabt. Aber wir trafen dort doch tatsächlich Susanne vom Gut Richthofen und ihre Eltern. Bei ihr mieteten wir in Swakopmund eine Wohnung als wir auf Nelson warteten.

Dann fuhren wir weiter und kamen bei Wind und Regen im Tsistikamma National Park an. Grosse Überraschung:  Ullis und Günthers Rennschnecke stand da. Hier standen wir direkt am Meer. Vor uns die felsige Küste und der Pool. An den Felsen brachen sich die Wellen, dass die Gischt meterhoch spritzte. Am Abend wurde es auch nicht gemütlicher, so dass wir in Monikas Mietcamper zu Abend assen.

09.03.2014 Tsitsikama

Am Morgen war das Wetter keinen Deut besser. Immer wieder Regen, Wind und mit weniger als 20 Grad eher kalt. Wir mussten sogar die Standheizung in Betreib nehmen um Kleider und Gegenstände zu trocknen. Zu den Hängebrücken am Storms River zu laufen, hatten wir keine Lust.

Wir entschieden uns etwas landeinwärts zu fahren mit der Hoffnung dort besseres Wetter zu finden. Auf der Karte fanden wir eine Strecke, die über die Route 62 und der R 339 nach Plettenberg resp. zur N2 führt. Ahnungslos machten wir uns mit Monikas Camper auf den Weg. Der kleine Ausflug war dann schlussendlich gut 200 Kilometer lang und die R339 stellte sich als 84 Kilometer lange Piste heraus. Zudem führte sie über zwei Pässe, mit heftigen Steigungen, aber der Mietcamper schaffte alles und das ohne 4×4 und Untersetzung. Der Ausflug hat sich aber gelohnt, denn wir fuhren durch eine wunderschöne Landschaft. Leider haben wir nicht alles sehen können, der Nebel hing streckenweise sehr tief. Vielleicht fahren wir diese Strecke nochmal bei besserem Wetter.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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