Ist Nelson reif fürs Museum?

16. und 17.02.2014 Hartenbos

Wir sind immer noch in Hartenbos und verbringen unsere Zeit beim Baden, Sonnen und bei Unterhaltungen mit unseren Nachbarn Ulli und Günter. Auch Spaziergänger sprachen uns auch immer wieder an und wollten etwas wissen. Allerdings verteilt sich die Fragerei ein wenig, weil die Rennschnecke (so heisst das Fahrzeug unsere Nachbarn) auch die Aufmerksamkeit auf sich zog. Einen Waschtag hatten wir auch noch weil vom besseren Wetter zum Wäschetrocken profitieren wollten.
Am letzten Abend konnten wir zum ersten Mal sehr lange noch gemütlich draussen sitzen, es war windstill und die Temperatur angenehm.

18.02.2014

Als wir am Morgen erwachten, regnete es. Das machte uns den Abschied von Hartenbos leichter. Wir packten unsere Siebensachen wieder einmal und starteten Richtung Outhorn. Erst dort wurde das Wetter besser und wir beschlossen bis Prince Albert weiterzufahren. Die Landschaft, das Swartberg Nature Reserve ist beeindruckend.

In Prince Albert besuchten wir das Restaurant von Stefan und Sabine Jaggi. Stefan ist Fotograf und macht wunderschöne Fotos von der Landschaft. Wir hatten von Bekannten einen Brief erhalten, in dem Jaggis eine Vertretung für den Winter suchten um ein wenig herumreisen zu können. Nun wollten wir uns einmal informieren, was dazu so alles nötig ist. Wir verbrachten einen netten Abend in ihrer Gesellschaft bei gutem Essen. Diesen Winter klappt es nicht mit der Vertretung…

Einen Platz zum Übernachten fanden wir auf einer Olivenfarm fast mitten im Ort. Es war so ruhig dort, dass wir schlecht schliefen, fehlte uns doch das laute Rauschen des Ozeans.

19.02.2014 Prince Albert – Montagu

Bevor wir Richtung Montagu fuhren machten wir uns auf den Weg zum Swartbergpass. Von verschiedenen Personen wurde er uns als szenisch schöne Landschaft beschrieben. Also wollten wir uns selber ein Bild davon machen. Wir fuhren allerdings nur die ersten 7 Kilometer der nördlichen Passstrasse und kehrten dann wieder um, weil sich Christine fürchtete. Die Strasse war sehr eng und steil, der Rand unbefestigt und es ging sehr tief hinunter. Die Landschaft ist wirklich einmalig! Die Leute hatten uns nicht zu viel versprochen, wir waren überwältigt. Es war so gewaltig dass wir es gar nicht beschreiben können. Dafür hier einige Bilder die wir gemacht haben.

Noch einmal durch Prince Albert und dann zur N1 und von da in südöstlicher Richtung bis Matjiesfontein. Dieser Ort besteht eigentlich fast nur aus einem Bahnhof und einer kurzen Hauptstrasse. Aber an dieser sind alle alten Häuser sehr gut erhalten und gepflegt. Das auffallendste Gebäude ist das Lord Milner Hotel mit einem schönem alten Pub.

Man wartete hier gerade auf den Blue-Train, der um 14:00 Uhr gegenüber vom Hotel am Bahnhof ankommen sollte. Der Hauspianist ist auch der Museumsführer und er zeigte uns sehr gerne die ehemaligen Privaträume des Lords und seiner Familie. Wir kamen auch in den Genuss einer Kostprobe seines Könnens als Klavierspieler und Sänger.

Kellnerin und Hauspianist

Leider konnten wir die Ankunft des Zuges nicht abwarten, und nach einem kalten Drink machten wir uns auf den Weg um noch ein paar Fotos zu schiessen.

Am Ende der Strasse ist noch das Transportmuseum vor dem Nelsons Berufskollege steht.

Nelson im Museum

Nun  müssen wir aber weiter denn wir wollten ja in Montagu übernachten. Auf dem Weg dorthin wurde  es immer heisser bis wir fast 40 Grad hatten. Nach der Marathonstrecke von fast 340 Kilometer waren wir froh dort anzukommen. Wir übernachteten im Montague Caravan Park.

20.02.2014 Montagu – bei Kapstadt

Wir erlebten einen bewölkten und mit nur 20 Grad ziemlich frischen Morgen. Ein rechter Unterschied zu gestern. Zum Frühstück waren lange Hosen und Pullover angesagt.

Wir besuchten im Ort noch den Fabrikladen für gedörrte Früchte und Nüsse. Danach fuhren wir weiter nach Richardson und statteten  der Kafferösterei auch noch einen Besuch ab, denn hier hatten wir schon einmal feinen Kaffe aus Honduras gekauft.

Unser nächstes Ziel war Franschhoek der von französischen Hugenotten gegründet Ort. Um dort hinzukommen fuhren wir durch den Huegenot-Tunnel der mautpflichtig ist. Wir bezahlten eine Gebühr von umgerechnet etwa 2.50 Franken. Das ist übrigens erst der zweite Strassentunnel den wir im südlichen Afrika je befahren haben.  Franschhoek ist seit unserem ersten Besuch hier vor über zehn Jahren extrem gewachsen und etwa so touristisch wie Interlaken oder Titisee. Trotzdem kommen wir immer wieder gerne hier her. (Vor allem Christine wegen den vielen Kleidergeschäfte.)

Ohne Worte

Nun war es aber Zeit einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Für den zuerst aufgesuchten Camping in Parow, der zwischen drei sechsspurigen Strassen liegt, konnten wir uns nicht so richtig begeistern und fuhren deshalb weiter östlich zum Avatar Camping. Da es schon nach vier Uhr war kamen wir wieder in die Rushhour. Es gibt in Südafrika nur wenig öffentliche Verkehrsmittel. Busse sieht man nur ganz selten und das Eisenbahnnetz ist für den Regionalverkehr kaum eingerichtet wurden. Gewohnt wird auch weit ausserhalb der Stadtzentren und so sind um diese Zeit viele Leute mit dem eigenen Auto oder im Sammeltaxi unterwegs.  Endlich auf dem Zeltplatz angekommen war es hier auch noch etwas laut weil der Platzbesitzer offenbar auch eine Baufirma hat und die Maschinen  in unserer unmittelbaren Nähe mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt wurden. Nach Arbeitsschluss war es dann deutlich ruhiger. Aber der Südwind blies auch hier und nach Sonnenuntergang war es ziemlich frisch. Schade, denn hier hat es ein tolles grosses Schwimmbad. Lange Hose und Pullover waren einmal mehr unser abendliches Outfit.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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Eine Antwort zu Ist Nelson reif fürs Museum?

  1. Sylvia Germann schreibt:

    wau, so cool, was dir aus gseht….
    wunderschöni Föteli…. 🙂
    Glg

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