Es geht um die Wurst

30.01.2014 Mountain Breeze Caravan Park

Heute fahren wir voller Zuversicht nach Sommerset West um bei der Agentur unser Pässe abzuholen. Leider werden wir enttäuscht. In Kapstadt wurde unser Begehren wegen fehlendem Flugticket abgelehnt. Man will es morgen noch in Paarl versuchen. Wir sind doppelt sauer, denn die Agentur hätte uns das auch telefonisch mitteilen können. Man verspricht uns morgen etwa um 11 Uhr anzurufen und uns zusagen. Ziemlich mies gelaunt fahren wir nach Gordons Bay und trösten uns dort mit einer Portion Eis. Ins Meer gehen wir (vor allem Emanuel) auch noch kurz. Danach befreien wir uns auf dem Parkplatz mit unserer eigenen Dusche von Salz und Sand. Für unser Nachtessen fahren wir vom Strand direkt zum Dornier Weinberg, wo es Tapas gibt. Für nicht einmal 25 Franken bekommen wir Muscheln, Rindsfilet, Fisch, Wraps, Calamaris, zwei Flammkuchen, Pommes Frites. Alles in keinen Portionen aber für zwei mehr als genug um satt zu werden. In diesem Preis ist auch noch eine Flasche Weisswein inbegriffen. Der Tag ist damit schon gerettet. Auf dem Zeltplatz verbringen wir dann noch den Rest des Abends mit einem Schweizer Pärchen, welches ihren Toyota-Camper auch nach Walvis Bay verschifft hat.

31.01.2014 Mauntain Breeze Caravan Park

Am frühen Nachmittag haben wir noch keinen Anruf von der Agentur erhalten. Ohne viel Hoffnung machen wir uns auf den Weg nach Sommerset West. Im Büro angekommen verkündet man und, dass es in Paarl geklappt hat. Wir können es gar nicht fassen, man drück uns ein Formular in die Hand der bestätigt, dass der Antrag angenommen wurde. Den Kleber in den Pass für die Verlängerung erhalten wir erst in etwa 30 Tage. Wir sind sehr erleichtert dass es nun doch noch geklappt hat. Wir fahren wir nach Kapstadt wo Christine eine Deutsche Buchhandlung auf suchen will. An der, im Reiseführer angegebenen Adresse finden wir sie aber nicht, zudem ist es heute so heiss, das wir keine Lust mehr auf Grossstadtluft haben.

01.02.2014 Mountain Breeze Caravan Park

Wir wollten eigentlich zum Weinfestival Stellenosch das findet aber in in einem geschlossen Gelände statt und beginnt erst am 12 Uhr, da machen wir nur einen Bummle durch das Städtchen und fahren dann wieder zurück zum Zeltplatz. Hier finden wir etwas Abkühlung im Pool.

Später besucht uns ein Paar aus Seftigen, er ist Engländer und sie Schweizerin. Wir unterhalten uns eine  ganz Weile bis wir dann zum  Markt auf Blauklippen fahren. Hier wollen wir noch einmal Käse kaufen. Wir finden hier auch einen Stand der echten Flammkuchen anbietet, da können wir nicht wieder stehen. Dazu noch ein Glas Schaumwein. Mmmmh.

02.02.2014 Mountain Breeze – Hermanus

Nun nahmen wir Abschied vom Mountain Breeze, nachdem wir hier mehrere Male weg gefahren und dann doch wieder gekommen sind, ist es diesmal für längere Zeit. Wir fuhren der Küste entlang nach Hermanus. Eigentlich wollten wir nur bis Kleinmond um dort zu übernachten.  Trotz eines Zwischenhalts bei den Pinguinen in Bettys Bay waren wir schon früh an unserem geplanten Ziel.

Müde!

In der Mauser

Deshalb beschlossen wir bis Hermanus zu fahren, und dort, wie schon in früheren Jahren bei Petra von Abercron ein Zimmer zu bekommen. Für eine Nacht hatte sie noch platz. Schön wieder einmal in einem Zimmer zu schlafen. Wir bekamen sogar die Suite.

03. und 04.02.2014 Hermanus – Gansbaai

Das Frühstück findet bei Petra immer  an einem Tisch zusammen mit den anderen Gästen statt. Das gefällt uns, so kann man sich mit Leuten die man nicht kennt ausgiebig austauschen. Das dauerte dann etwas länger aber wir haben ja Zeit. Für heute Nachmittag haben wir uns bei Matia und Walter Schwegler auf dem Heidehof bei Gansbaai angemeldet. Es blieb uns also noch Zeit in Hermanus zu shoppen. Emanuel fand endlich die gesuchte Polaroid-Sonnenbrille und Christine stöberte durch die Kleidergeschäfte. Einen Ersatzschlüssel für den verbogenen Autoschlüssel konnten wir auch noch machen lassen.

Danach fuhren wir los zu Schweglers auf den Heidehof. Walter war in den 70er Jahren Emanuels Chef in Durban, 1993 haben Matia und er den Hof gekauft und zusammen mit ihrer Tochter Nayna eine Fynbos-Farm aufgebaut. Fynbos ist die typischen Vegation dieser Region, in Europa kennt man vor allem die Proteas, die man um die Weihnachtszeit in den Blumengeschäften kaufen kann.

Wie immer wurden wir von den Schweglers herzlich willkommen geheissen und wir freuten uns, sie wieder zu sehen.  Wir diskutierten bei einem feinen Essen mit den beiden über Gott und die Welt bis in den Abend hinein. Als wir ins Bett gingen konnten wir noch den wunderschönen Nachthimmel bestaunen. Die Luft war ziemlich trocken und es gab keine künstlichen Lichtquellen, sogar der Mond schien auf Sparflamme. Die Milchstrasse konnte man von blossem Auge sehen.

04.02.2014 Gansbaai

Zum Frühstück bekamen wir süsse Passionsfrüchte aus dem eigenen Garten! Selten etwas so gutes gegessen! Danach wanderten wir eine Stunde über die riesige Farm. Obwohl die Haupternte vorbei ist, fanden wir immer noch viele wunderschön blühende Sträucher. Den Rest des Tages verbrachten wir beim Schreiben für den Blog und bei Gesprächen mit unseren lieben Gastgebern.

05.02.2014 Gansbaai –Arniston

Der Abschied von Matia und Walter fand bei Nieselregen statt, was genau zu unserer Stimmung passte. Auch der Himmel war traurig, wissen wir doch nicht, wann und ob wir uns wiedersehen.

Um nach Arniston zu kommen mussten wir viele Umwege wegen Strassenarbeiten machen. So waren wir die meiste Zeit auf Naturstrassen unterwegs. Mal kamen wir zügig, mal holpernd vorwärts.

Am Nachmittag erreichten wir Arniston, einen verschlafenen Ferienort mit einem Hotel und einem Campingplatz. Letzterer war kaum besetzt. Es standen nur fünf Wohnwagen und Zelte verteilt auf dem grossen Gelände. Am Abend holte uns der Nieselregen wieder ein. Darum spannten wir eine grosse Plane seitlich an unserer Markise auf.  In der Nacht regnete es zwischendurch auch etwas heftiger.

6.02.2014 Ariston – De Hoop

Die Sonne schien heute wieder.

Unser heutiges Ziel war das De Hoop Naturreservat. Beim Parkeingang wussten wir noch nicht ob wir hier auf dem Camping übernachten wollten. Da hier die Wild Card auch gültig ist, meldeten wir uns für drei Tage an. Kostete uns ja nichts. Als erstes fuhren wir durch den Park bis zur Küste und stellten Nelson auf den Parkplatz vom Koppie Alleen ab. Von hier liefen wir ein gutes Stück runter bis zum Strand. Türkis das Wasser, schneeweis der Sand.

Dieser türmt sich der Küste entlang zu etlichen kilometerlangen hohen Dünen auf. Das Wasser war angenehm warm und würde uns eine willkommene Abkühlung bieten, hätten wir nicht die Badeklamotten im Bus gelassen. Der Wind bot auch etwas Erfrischung, aber wenn man im Windschatten laufen musste, war  es brütend heiss. Als wir wieder beim Bus ankamen brauchten wir etwa 1 ½ Liter Wasser um unseren Durst zu löschen. Im Park begegneten wir einigen Elands, Blessböcken, Pavianen und Straussen.

Wir wollten doch im Park zu übernachten und meldeten uns im Office an. Die Dame welche uns registrierte, warnte uns vor den „naughty Baboons“ (ungezogenen Paviane). Wir sollten das Fahrzeug immer abschliessen wenn wir nicht in der Nähe sind. Aber wir hatten ja eine Steinschleuder dabei, die sich schon mehrmals gegen die Affen bewährt hat.
Der uns zu gewiesene Platz war hoch über einer Lagune, und wunderbar ruhig.

Zum Nachtessen gab es Straussenbratenwürste vom Grill. Dabei kam es zum Kampf um die Wurst. Nicht mit den Pavianen, sondern mit den Sandhühnern. Diese sind nicht nur frech sondern auch noch saudumm. Emanuel kann es kaum fassen als eines dieser blöden Federviecher beim Versuch eine Wurst zu klauen, sogar auf den Grillrost stieg. Wenn es sich auch noch selber gerupft hätte wäre das ja eine Alternative zur Wurst gewesen. Auf jeden Fall durfte man den Grill nicht aus den Augen lassen, es waren die meiste Zeit ein halbes Dutzend Diebe auf der Lauer. Paviane haben wir übrigens auf dem Camping die ganze Zeit keine gesehen.

07.02.2014 De Hoope – Hartenbos bei Mossel Bay

Wir verliessen De Hoop und fuhren nach Mosselbay, mit einem Zwischenstopp in Albertinia bei Alcare. Deren Aloe Ferox Produkte hat Emanuel die letzten 10 Jahre in der Schweiz verkauft. Letztes Jahr konnte  er dies Frau Nadja Meier übergeben. Wer mehr über die Produkte wissen möchte kann das bei www.aloeimport.ch nachlesen. Ende des Werbeblocks!!

In Mossel Bay schauten wir uns den Campingplatz The Point an. Der wäre zwar ziemlich nahe am Ort gelegen, aber er gefiel uns nicht. Ziemlich voll und kein direkter Zugang zum Meer.  Darum fuhren wir weiter zum 10 Kilometer entfernten Hartenbos Resort. Zuerst mussten wir aber die heftige Steigung beim Verlassen des Ortes bewältigen. Nelson schaffte es knapp ohne Untersetzung. In Hartenbos angekommen fanden wir zuerst die Anmeldung nicht. Dafür sahen wir einen Teil des Campings der direkt am Meer liegt und noch nicht stark belegt war. Nach zweimaligem Fragen gelangten wir doch noch zur Rezeption und buchten uns vorerst für zwei Nächte ein.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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5 Antworten zu Es geht um die Wurst

  1. Douw Krüger schreibt:

    Hallo – lange nicht gehört. Wie war der Straussenwurst? Heute haben wir Elandpot gemacht. Atemraubend, aber wie alle Antilopenfleisch bekommt man manchmal danach Gicht. Ihr sollt es probieren – aber nur kleinen Portionen! Was ist ihr nächstes Ziel? Brenton-on-Lake in der nähe von Knysna ist „not to be missed“. Eswar unser Urlaubziel für viele Jahre. Manchmal auch Touristen mit Campers da.
    Viel Spaß
    Douw u Nelleke

    • Swissnomads schreibt:

      Hallo Douw

      Die Wurst war gut und ich habe alle vier Sück erfolgreich verteidigt. Am besten ging das mit Wasser aus der Pflanzensprühflasche. Funktioniert auch bei Katzen gut, wir haben es aber nur bei verwilderten Hauskatzen benutzt. Bei Raubkatzen müssen wir das noch testen.
      Wir haben kein Poejie dabei, aber Eland auf dem Braai haben wir in Namibia gegessen.
      Apropos Gicht Deine Weissweinflasche haben wir gestern geöffnte, geniessen sie auch nur in kleinen Portionen 😉
      Danke für den Brent-on-Lake Tipp, vorher gehen wir aber noch einmal zurück nach Kapdstadt.
      Herzliche Grüsse
      Emanuel und Christine

  2. stapsi schreibt:

    Hallo ihr beiden und herzlichen Glückwunsch zum Visa, wir werden in ca. einer Woche wieder gen Südafrika reisen und zwar über Mata-Mata in den Kgalagadi Transfrontier Park und von dort in Richtung Upington … dann geht’s südlich nach Graff-Reinet, Zebra Mountain und Addo National Park… und zurück über die Gardenroute nach Kapstadt… wir hoffen, euch dann nochmals zu treffen… bis dahin, lasst es euch weiterhin gutgehen und wir hoffen, Christine’s Rückenschmerzen sind erträglich… alles Liebe, Andrea und Thomas

    • Emanuel Berger schreibt:

      Wir werden in den nächsten Tage die 3 Wochen-Reise von CPT nach PE planen und schicken Euch dann die vorgsehene Route.
      Auch wir hoffen sehr Euch noch einmal zu treffen.
      Ganz liebe Grüsse
      Emanuel und Christine

  3. Annemarie Berger schreibt:

    Hello Brüderlein und Christine die Berichte und Fotos sind SUPER und sehr interessant.Ich finde,dass Nelson ganz brav ist Euch durch dick und dünn zu kutschieren.Ihr könnt Nelson mal von mir über die Motorhaube streicheln.Hartelijke groeten uit Bümliz-City Annemarie

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