Nicht mehr weit bis zur Antarktis, wir sehen schon Pinguine

30.12.2013 McGregor – Belleville
Wir fuhren nicht auf dem kürzesten Weg Richtung Kapstadt, sondern machten einen Umweg über Swellendam.  Emanuel fand noch einen Schemel für Christine. Wir hatten ja einen von Namibia, aber dummerweise kam er eines Tages Wort wörtlich unter die Räder. Das  neue Teil sah aber nicht sehr stabil aus. Wir fuhren weiter nach Greyton. Uns wurde in McGregor empfohlen dorthin zu fahren. Den Umweg nahmen wir in Kauf, da wir für heute noch kein Endziel festgelegt hatten. Der Ort ist aus einer Künstlerkolonie entstanden und inzwischen aber schon recht touristisch geworden. Es gibt hier viele kleine Läden und Restaurants und wir wollten gern eine Kleinigkeit essen. Wir fanden einen freien Tisch im schattigen Garten eines Restaurants wo wir von zwei Musikern mit Saxofon und Klavier bestens unterhalten wurden. Wir bestellten zwei Getränke und zwei Sandwich. Die Colas wurden bald einmal serviert, aber dann dauert es und dauert es. Aber irgendeinmal kam die Bedienung und entschuldigte sich für die Verzögerung. Wir würden unser Essen bald bekommen. Und wir warteten geduldig bis dann schon mehr als ein Stunde vergangen ist, da ging Emanuel in das Restaurant und fragt den Chef selber wie lange es denn noch dauern wird. Der entschuldigte sich und versprach, sich darum zu kümmern. Es dauerte dann immer noch etwa eine Viertelstunde bis wir endlich das bestellte Essen  auf den Tisch bekamen. Als wir bezahlen wollten, winkte der Chef ab und sagte, das geht in Ordnung wir hätten zu lange warten müssen.

Weiter ging es und wir beschlossen schlussendlich doch noch bis Gordens Bay zu fahren und dort einen Campingplatz zu suchen. Nachdem zweiten Versuch gab Emanuel die Hoffnung auf, an der Küste einen freien Platz zu finden und fuhr zu African-Overlanders. Dort sind zur Zeit Thomas und Andrea, mit denen Emanuel schon vor der Abreise über das Wüstenschiff.de Forum Kontakt hatte. Die Beiden wollten dieselbe Route machen wie wir und sind ebenfalls an den Unruhen in Ägypten gescheitert.  Der Campingplatz war für eine Nacht okay, aber zum länger bleiben doch (noch) zu ungemütlich. Duncan, der Besitzer hat noch viele tolle Ideen. Es ist halt alles noch im Aufbau und macht einen etwas provisorischen Eindruck. Aber die Unterhaltungen mit den derzeitigen „Bewohnern“, vor allem mit Thomas und Andrea haben uns sehr gut getan. Wir hatten nämlich auch gerad eine Krise.

 31.12.2013 Bellville – Kommetjie
Wir blieben am Morgen noch lange auf dem Platz und nutzen die Gelegenheit, wieder einmal ins Internet zu kommen. Zudem tauschten wir uns noch lange mit Andrea undThomas aus. Wir hoffen sie später noch einmal zu treffen.

Per Telefon konnten wir noch einen Platz auf dem Imhoff Camping auf der Kap-Halbinsel reservieren, wo wir aber erst am späteren Nachmittag ankamen. Hier blies ein heftiger Wind der aber am Abend doch noch nachliess. Am frühen Abend kam eine Band von schwarzen Musikern in lila Anzügen mit Zylinder, die auf den Strassen des Campingplatzes Musik machten. Da wir nicht bis Mitternacht auf zu bleiben gedachten,tranken wir den Silvester-Sparkling Wine schon beim Nachtessen und waren kurz vor elf Uhr schon im Bett, und auf dem Camping herrschte bereits Ruhe. Was soll’s, 2014 wurde es auch ohne uns.

1. bis 05.01.2014 Kommetjie
Die Nächsten Tage machten wir unsere Ausflüge und Einkäufe vom Imhoff Camping aus. Emanuel wollte es noch einmal mit dem grösseren Lenkungsdämpfer versuchen, aber diesmal mit einer anderen Halterung. Die muss er aber machen lassen und das geht erst nächste Woche weil die meisten  Werkstätten bis und mit 5. Januar geschlossen sind. Bei Mercedes bekommen wir den grossen Lenkungsdämpfer schon am 2. Januar und eine Empfehlung für eine Werkstatt haben wir von einem Overland-Forummitglied bekommen.

Der Cape Point Nationalpark war unser erstes Ziel. Wir waren nicht die einzigen dort, aber zum Glück sind wir hier relativ früh angekommen. Am Nachmittag war die Warteschlange am Eingang um etliches  länger. Am Kap der guten Hoffnung mussten wir natürlich auch für ein Foto posieren. Kann man das neue Jahr an einem besseren Ort beginnen?

Zur Südspitze der Cape Peninsula benutzten wir die Standseilbahn, denn oben gab es für Christine noch genug zu laufen. Sie meinte aber am Abend das Treppensteigen und zügige Laufen hätten ihr sehr gut getan.

Es gibt hier etliche Wanderwege und Picknickplätze aber letztere waren total überlaufen.

Paviane sind in Südafrika eine richtige Plage, hier im Park verursachen sie sogar einen Stau 🙂

Wir entschlossen uns auch zu einer Stadtrundfahrt in Kapstadt mit dem Doppeldecker. Diese wurde jedoch wegen des Coon Carnivals, einer grossen Veranstaltung mit bunten Umzügen von vielen  Musikgruppen im Zentrum, abgesagt. Also machten wir die grosse Rundfahrt, die uns um den Tafelberg herum und durch alle Küstenorte führte. Emanuel genoss es nach ungefähr 8‘000 Kilometern selber fahren, einmal chauffiert zu werden und die Landschaft anzuschauen. Ohne Hüte und Sonnenschutz auf dem oberen Deck bekamen wir trotz unserer Bräune noch einen leichten Sonnenbrand.

Zu guter Letzt besuchten wir wieder einmal die Pinguine in Boulder. Hier kann man die possierlichen Tierchen entweder von Holzstegen aus beobachten oder auch direkt zu ihnen an den Strand gehen. Einer begleitete uns sogar ein Stück zum Ausgang.

Im Ort Simonstown findet man Hinweisschilder auf Pinguine, und Autofahrer sollen unters Auto schauen, bevor sie wegfahren. Der Cape Point Nationalpark und die Pinguinkolonie gehören zu den South Afrika National Parks (SAN Parks). Und überall dort haben wir mit der Wild Card, die wir in Sendelingsdrif erworben haben, freien Eintritt.

Mehr Bilder findet Ihr HIER

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
Dieser Beitrag wurde unter Südafrika abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s