Weiter Richtung Süden

22.12.2013 Rondeberg Resort
Schwitzen und dann im See abkühlen, das ist unsere Hauptbeschäftigung heute.

Der Campingplatz füllt sich wie erwartet nach und nach. Die Sanitäranlagen sind auch nicht mehr die saubersten. Neben uns hat eine holländische Familie ihr Zelt aufgeschlagen. Er arbeitet in Kapstadt im Schiffsbau.

23.12.2013 Rondeberg Resort – Clanwilliam – Rondeberg Resort
Heute mussten wir wieder einmal in Clanwilliam einkaufen. Da wir auch noch ins Internet wollten, haben wir beschlossen im Yellow Aloe Cafe zu Frühstücken. So konnten wir früher los fahren. Als erstes brachten wir aber das eine Ersatzrad zum Reifenhändler. Das Loch wurde in der Hammerstein Lodge nicht richtig geflickt. Emanuel hatte festgestellt dass der Reifen kaum mehr Luft hatte. Wir frühstückten also im Cafe und konnten endlich wieder einmal unser Blog und die dazu passenden Bilder ins Netz stellen. Mails haben wir auch heruntergeladen und dort stand auch, dass man schon lange nichts mehr von uns gelesen hat. Na ja, die letzen 2 Wochen hatten wir auch kaum Zugang in das WWW und das war auch für uns etwas mühsam. Aber wir waren wohl von Namibia etwas verwöhnt. Denn dort gab es fast überall Wi-Fi und bis auf eine Ausnahme war es immer kostenlos.

Einkaufen mussten wir vor allem viele Getränke, denn bei der Hitze war der Verbrauch sehr hoch. Auch unser Nelson hatte Durst und für unser Handy brauchten wir Gesprächszeit. Als Emanuel von der Tankstelle wegfahren wollte, fuhr er rückwärts in einen schräg hinter uns abgestellten Wagen. So ein Mist, die Anhängerkupplung hat dem andern Auto die Ecke der Stossstange eingedrückt. Die junge Fahrerin nahm es aber relativ locker und meinte nur: „Shit happens!“ Wir haben ja eine Versicherung abgeschlossen und wir werden ja sehen wie sich das abwickeln lässt.
Zurück im Resort, Nelson auf dem Platz wieder einrichten und dann ab ins Wasser.

24. und 25.12.2013 Rondeberg Resort
Bei den aktuellen Temperaturen kam keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Im Schatten liegen und Baden war unsere Hauptbeschäftigung.  Bevor wir uns ins kühle Nass stürzten, zog Emanuel noch die Muttern an einer Auspuffschelle nach. Dabei sah er links hinten zwischen dem ersten und zweiten Federblatt ein Teil das sich offenbar verschoben hatte. Er vermutete, dass es sich am Ende der Blätter befunden hat um die Reibung zu vermeiden. Dies bestätigte ihm dann ein südafrikanischer Zeltnachbar der Automechaniker ist. Er war es auch, der das Teil mit Hilfe eines Brecheisens und Schraubenziehers  wieder an seinen angestammten Platz zurück beförderte. Auf der anderen Seite fehlte dieses Teil bereits und der Profi meinte, Emanuel kann da ein Gummiteil dazwischen klemmen und mit einem Kabelbinder festmachen. Aus der alten Feuerwehreinrichtung haben wir noch etwas Gummimatte dabei die sich gut dafür eignete (ein Glück, wurde nichts weggeworfen- alles könnte noch für irgendetwas gut sein). Mit einigem Aufwand brachte er das Ersatzstück zwischen die Federblätter. Genug gearbeitet, nun ging es ab ins Wasser.
Am Heiligabend hängte Christine noch die in Namibia gekaufte Weihnachtsdekoration auf, die wir schon eine Weile suchten und jetzt in der Dachbox wieder gefunden haben- gottseidank noch v o r Weihnachten.


Das war aber gar bescheiden gegenüber dem was die Südafrikaner hier so auf gehängt haben. Da leuchteten und blinkten Girlanden und Plastiktannenbäume mit den Sternen am Himmel um die Wette. Bei einem Zelt haben sie eine kleine Pinie mit Lametta und Kugeln und Glitzersternen geschmückt- das war echt toll.
Wir telefonierten noch mit unseren Lieben daheim und ein wenig, wenn nicht sogar viel Heimweh kam dabei auf.
Am nächsten Tag waren dann jede Menge neue Wasserspielzeuge, die mehr oder weniger gut funktionierten, auf dem See zu bewundern. Die niederländische Familie reiste einen Tag früher als geplant ab. Die jüngere Tochter hatte schon einige Tage Magendarmbeschwerden, was auf Reisen besonders unangenehm ist.

26.12.2013 Rondeberg Resort – McGregor
Heute verliessen auch wir den Campingplatz und fuhren nach McGregor wo wir telefonisch ein Selbstversorger Cottage gemietet haben. Die Adresse und Beschreibung hatten wir aus unserem Reiseführer. Es war über die Festtage schwierig etwas zu finden, denn viele Firmen schliessen in dieser Zeit, es sind Schulferien und die Südafrikaner machen fast alle Urlaub, könnte man meinen.  Die Fahrerei mit unserem Bus wird auch immer mühsamer denn mit dem defekten Lenkungsdämpfer fangen Nelsons Vorderräder schon zwischen 70 und 80km/h an zu schwingen. Die Vibrationen sind dann so heftig, dass Emanuel das Lenkrad fast nicht mehr halten kann. Er muss  stark abbremsen, damit es wieder aufhört. Das nervt und wir kamen bei diesem Tempo nur langsam vorwärts.

Wir machten nur einen Zwischenhalt bei der Rooiberg Weinkellerei, wo es  neben dem Weinshop auch ein Restaurant gibt. Wir kauften auch noch etwas Wein ein.
In McGregor angekommen bat uns die Vermieterin der Country Cottages sie bis zu unserer Unterkunft im Auto mit zu nehmen. Klar machten wir das, wunderten uns aber ein wenig, weil wir uns nicht vorstellen konnten, dass das Gelände so weitläufig sein soll. Wir staunten aber noch viel mehr als wir feststellten, dass sich das Cottage auf der anderen Seite des Ortes befindet. Sie zeigte uns das winzige Häuschen mit der MiniTerrasse, innen dunkel und alles machte einen etwas schmuddeligen Eindruck. Davor war noch ein Bewässerungsweiher, dessen Inhalt sehr brackig aussah. Und die restliche Umgebung war Baustelle eines anderen Hauses. Sie wies uns darauf hin, dass sich der Pool unten beim Haupthaus befindet, also etwa eineinhalb Kilometer von unserer Unterkunft.

Das weisse, riedgedeckte Häuschen sollte unsere Unterkunft sein.

Die Dame zog dann weiter und wir bleiben ziemlich sprachlos zurück. Nachdem die Schockstarre langsam nachliess, waren wir uns einig, dass wir hier nicht wie geplant, vier Tage bleiben werden. Dummerweise mussten wir die Miete im Voraus überweisen, aber das war uns im Moment ziemlich egal. Bei der telefonischen Buchung wurde uns gesagt dass man nur noch eine Unterkunft zur Verfügung hätte, deshalb haben wir das Häuschen abgeschlossen und fuhren zurück in den Ort, um auf eigene Faust eine Unterkunft zu suchen. Wir versuchten es bei der Old Mill Lodge, die aber auch ausgebucht waren. Die Chefin dort verwies uns an die Tourist Information, wo eine nette junge Frau nach zig Telefonate etwas Freies für uns fand. Das war aber auch nicht gerade das was wir uns vorgestellt hatten aber doch ein bisschen besser und der Pool war nur wenige Schritte entfernt. Wir haben es für zwei Nächte genommen

27.12.2013 McGregor
Heute Morgen hat Emanuel die Verwalterin der Country Cottages angerufen und unser Missfallen an der gemieteten Unterkunft mitgeteilt und dass wir den Schlüssel zurück bringen würden. Sie war sehr betrübt und sagte wir hätten ihr das gestern mitteilen sollen. Das Haupthaus sei unerwartet leer weil die Mieter wegen der erkrankten Frau abgereist seien. Wir möchten doch vorbei kommen und es uns anschauen. Da wir eh hin mussten um den Schlüssel abzugeben, das auch gemacht. Es ist ein altes, verwinkeltes grosses Haus und es könnten hier mindestens sechs Personen wohnen. Aber wegen dem offenen Kamin riecht es nach Rauch, die Decke ist sehr niedrig. Wegen der Hitze sind alle Fenster geschlossen und die Vorhänge zu gezogen sind, ist es sehr düster. Alles in allem wirkte es eher bedrückend als heimelig. Aber es war auf alle Fälle besser als die letzte Unterkunft und um Längen besser als die ursprünglich angebotene. Wir diskutierten das Für und Wider und beschliessen, das Angebot für drei Nächte anzunehmen. Als  erstes machten wir aber eine Fahrt nach Robertson um einzukaufen. Bei Supa Quick liess Emanuel die Vorderräder auswuchten weil er hoffte, dass könnte die Schwingungstendenz etwas mindern. Da Nelson zu schwer ist für den Lift, kam ein Mitarbeiter mit dem rollenden Wagenheber. Dieser war aber der Aufgabe nicht gewachsen, es krachte und der Troli war hinüber. Der Chef guckte sich das an und war nicht gerade erfreut.  Der junge Mann hätte ja auch den hydraulischen Wagenheber benutzen sollen. Was er dann auch macht, da aber das Rohr fehlt mit dessen Hilfe man den Stempel heben kann, benutz er halt eine Kombizange. Da emrkt man wieder: „wir sind in Afrika!“ Danach fuhren wir noch weiter nach Montagu, wo wir den Fabrikladen für Trockenfrüchte und Nüsse besuchten.
Wieder in McGregor angekommen, wollten wir noch unsere Sachen aus der Unterkunft der letzten Nacht abholen. Da hörten wir schon von der Strasse das Heulen der Alarmanlage. Oh, Mist jetzt wurde hoffentlich nicht noch eingebrochen. Wir hatten nämlich unseren Laptop dort gelassen. Zum Glück war‘s nur falscher Alarm, der  beim Haus des Besitzers durch den Wind ausgelöst worden ist. Wir packten unsere sieben Sachen und fuhren damit zu unserem Cottage. Emanuel konnte den Internet-Anschluss im Büro der Verwaltung für eine halbe Stunde benutzen und die Mails herunterladen. Hier bleiben wir bis Montag und dann schauen wir weiter.

28.12.2013 McGregor
Heute war der Himmel teilweise, manchmal sogar stark bewölkt. Das hatten wir schon seit Windhoek nicht mehr.
Gestern hatten wir in einem Kaffee in Robertson gesehen, dass es einen Wi-Fi-Hotspot hat, aber leider hatten wir den Computer nicht dabei. Da wir heute noch einiges einkaufen wollten, fuhren wir wieder nach Robertson. Wasser, Fleisch (Strauss) und einige Kleinigkeiten hatten wir schnell zusammen und fuhren dann zum „Strictly Coffee“ welches in einer alten Fabrikhalle untergebracht ist. Als Emanuel  nach dem Login und Passwort fragte, sagte man ihm, dass der Hotspot noch vom Vorbesitzer stammt und sie nicht wissen wie man den benutzen könnte. Da sassen aber zwei Personen mit ihren Laptops, die wir gestern schon da gesehen haben. Emanuel fragte sie, wie ins Internet gekommen sind. Sie haben gestern von einem der Manager hier die Ziffern für den Code bekommen. Emanuel fragte einen Verantwortlichen des Cafes. Der wusste nur, dass es die Telefonnummer einer Managerin ist. Da sie nicht da war, telefonierten sie mit ihr und so kamen wir doch noch zum Internet. Es ist in Südafrika wirklich nicht einfach.
Für den Weg zurück nach McGregor machten wir einen kleinen Umweg über eine Piste, die durch Weinberge und Obstplantagen fürte. Das gab uns eine andere Sicht auf die hügelige Landschaft und die Berge dahinter. Wir sassen eine Weile auf unserer Terrasse, aber der Wind war kühl und die Sonne wollte  nicht so richtig wärmen. Wir beschlossen, die Gegend mit Nelson zu erkundigen und fuhren „op de Berg“.  Der Weg führte uns über Rebberge, Pfirsichplantagen und zuletzt durch eine Fynbos Landschaft in der noch einige Proteas blühten.

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p style=“text-align:justify;“>29.12.2013 McGregor
Heute hat Emanuel Nelson gewaschen. In Namibia mussten wir ja Wasser- und Schlammlöcher durchqueren und seit her sieht unser Bus ziemlich Abenteuerlich aus. Was Emanuel eigentlich nicht sehr störte! Jetzt ist er wieder sauber und wir erkunden auch heute ein wenig die Gegend um McGregor. Dazu fahren wir als erstes unbefestigte Strassen und Nelson sieht wieder ein bisschen wie ein 4×4 Fahrzeug in artgerechter Haltung aus. Unser Ziel ist eine Farm welche Wein und Käse verkauft. Wein gibt es hier an jeder Ecke aber guten geschmackvollen Käse muss man suchen. Das Beste was wir bis jetzt gefunden haben ist ein südafrikanischer Greyezer, welch laut Verpackung ganze 6 Monate gereift wurde. Die meisten kommt wohl frisch aus der Fabrik in den Laden, denn sie schmeckt nach nichts. Leider kommen wir auch heute nicht zu feinem Käse, denn am Sonntag ist der Farmladen zu. Wir fahren auf dem Rückweg über Montagu und Robertson.
In McGregor angekommen, erfrischen wir uns als erstes im Pool.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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