Windhoek zum Dritten

Zuerst solltet Ihr mal wissen, was es braucht damit man hier unsere Reise ein wenig miterleben kann.

Die Nachtschicht beim Blog schreiben.
Trotz Behinderung (am Knie) wird weiter gemacht.

04.11.2013 Namutoni – Tsumeb – Ghaub
Wir machten zum Abschied noch  eine Schleife nördlich vom Namutoni Camp, aber hier gab es nur wenige Tiere zu sehen.

Das ist auch kein Wunder denn die Gegend ist noch trockner als das, was wir bis jetzt gesehen haben. Schliesslich verliessen wir den Park um nach Tsumeb zu kommen. Hier wollten wir vor allem Wasser in Flaschen kaufen. Bei Shoprite gab es nur 2 Liter Flaschen, die nicht in unsere Halterungen passen. Deshalb fuhren wir zu Spar,  aber hier hatte es  nur noch eine einzige 1 Liter Flasche und etliche 5 Liter Kanister. So füllten wir halt  unsere leeren Flaschen aus dem Kanister  ab. Nun waren noch die 54 Kilometer bis zur Gästefarm Ghaub zurück zu legen. Davon sind 20 Kilomter Piste. Hier wurden wir herzlich von dem Manager Mica empfangen ( wie Mica Häkkinen und sein jüngerer Sohn heisst Sebastian wie Sebastian Vettel und der ältere Sohn Nelson wie unser Bus J, wie er voller Stolz erzählt). Wir waren zur Zeit neben einem allein reisenden Deutschen die einzigen Gäste. Kleine, freche Eichhörnchen (oder Oachkazerl wie der Bayer sagt, oder Squirrel wie der Namibier sagt), schlichen überall herum. Wir wussten am Anfang noch nicht wie frech sie sind, bis Christine feststellte, dass eines in unserem Zimmer einen Apfel angefressen hat. Nun mussten wir darauf achten, dass die Eingangstür immer geschlossen war. Die sind so neugierig und kamen sogar rein wenn wir im Zimmer waren. Kudus sind hier auch auf dem Gelände und Warzenschweine sieht man hauptsächlich am Abend.
Um 19:00 Uhr gab es Abendessen, das heute von Andreas serviert wurde- ein sehr feines 3- Gang- Menue! Leider vergassen wir nach dem Koch zu fragen. Andreas ist der „Haupt-Barmann, Kellner und Vize- Guide“.Das  Gästehaus wird von schwarzen Namibiern geführt, die sich sehr um ihre Gäste bemühen.

05.11.2013 Ghaub
Während wir einen entspannenden Tag, vor allem am Pool verbrachten, hat sich der andere Gast, Hr. D. zur Besichtigung der Ghaub-Höhle angemeldet. Er ging mit Ambraham, der Haupt- Guide,  Stellvertreter des Managers, Vize- Barmann und Kellner ist. Er fragte Emanuel ob er nicht auch mit kommen möchte, aber der hatte keine Lust auf Anstrengung. Hr. D.beschrieb uns später die Tour auch als sehr strapaziös. Hitze, Feuchtigkeit, knapper Sauerstoffgehalt und die Kletterei haben ihm sehr zu Schaffen gemacht.  Unser Tag verlief bis auf eine kurze Eichhörnchenjagd ziemlich ruhig. Eines dieser Tierchen hat es wieder geschafft in unser Zimmer einzudringen und versteckte sich unter dem Sofa. Ein kurzes vorrücken des Möbels genügte schon und es raste auf seinen kurzen Beinchen auf dem glatten Steinboden zur Türe hinaus.

Am Nachmittag kam dann noch ein Paar mit einem privaten Guide. Dieser beachtete die anderen Gäste überhaupt nicht und machte ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Das animierte Petrus scheinbar zu einem abendlichen Gewitter, welches uns beim Nachtessen- übrigens wieder super! Blitze in weiter Entfernung und in der Nacht 3mm Niederschlag brachte.

06.11.2013 Ghaub – Otavi – Otjivaraongo – Windhoek.
Von Mica erhielten wir noch eines der selbst gebackenen Brote, das uns so gut geschmeckt hat, und machten uns auf 24 km Piste zur nächsten geteerten Strasse auf.

Wir biegen dort nach Otavi  ab. Hier fuhren wir zur Tanksäule und Emanuel versuchte am Geldautomaten Geld zu holen, keine von unseren vier Karten wurde  akzeptiert.  So ein Mist. In Nambia konnten wir bis jetzt Benzin nur gegen Bargeld erhalten, aber zum Glück hat es für die Tankfüllung  noch gereicht. In Otjivarongo fanden wir dann einen Geldautomaten der uns Bares ausspuckte. Da stand plötzlich Carsten Möhle vom Bwana-Tucke-Tucke Reisebüro neben uns. Er hat unseren Bus gesehen und hält kurz an um uns zu begrüssen. Er war mit einem Gast vom Caprivi nach Windhoek unterwegs. Namibia ist ein Dorf, man trifft immer wieder Leute, die man kennt. Einkaufen konnten wir im Ort auch noch für die Reise und das Abendessen.
Wir wollten die Strecke bis Windhoek eigentlich in zwei Etappen fahren und unterwegs noch einmal übernachten. Da wir aber relativ gut vorwärts kamen änderten wir unseren Plan und bewältigten die Strecke fast in einem Rutsch. Einzig in Okahandja machten wir noch einen Stopp um zu tanken. Hier unterhielt Shorty, der Kleinwüchsige die Leute.

Sein Kollege an der Zapfsäule war nicht gerade begabt, so dass Emanuel die Betankung nach 40 Litern abrechen liess. Es passten noch mindesten 15 Liter in den Tank, aber dafür hätte der junge Mann noch einmal mindestens 20 min. gebraucht.
In Windhoek versuchten wir für die nächsten Tag eine Selbstversorger Wohnung zu finden, was nicht ganz einfach war. Die Empfehlung von Carsten, es doch bei Tamboti zu versuchen, entpuppte sich als Flop. Die haben keine selfcatering Einrichtung. Nach mehreren Telefonaten fanden wir im „Bella mia“  dann doch etwas Passendes.

Wir wurden von Imogen der Besitzerin ganz herzlich empfangen und beziehen ein gemütiches 2- Zimmer- Flat mit einer schönen Terrasse. Es gibt hier auch einen schönen Pool und die Wohnung befindet sich nur 10 Autominuten von der Medi Clinic und der Physiotherapie entfernt, wo wir in den nächsten zwei Tagen Termine haben. Christines Knie geht es ja deutlich besser, aber wir haben noch keine eindeutige Diagnose. Dazu kommt, dass ihr nun, vermutlich durch Fehlhaltung, der Ischias-Nerv extrem schmerzt.

07.08.2013 Windhoek
Heute wollten wir Nelson innen vom Etosha Staub befreien. Dieser ist mit einer mehlartigen, grauen Schicht gepudert. Zuerst wurde  alles was im Wagen offen herum liegt und steht ausgeladen, dann blies Emanuel mit dem Kompressor den gröbsten Dreck zu den Türen hinaus. Zur Unterstützung schaltete er das Gebläse des Busses auf Hochtouren und dann noch alle vier Ventilatoren ein. Trotzdem hätten wir vorher Staubmasken kaufen sollen. Er glaubt nun, eine Staublunge zu haben. Dann wurden Möbel, Wände und der Boden feucht abgewischt und alle  ausgeladenen Gegenstände von Christine mit einem feuchten Tuch abgewischt. Jetzt  wird die Karre wieder eingeräumt. Ins Innere  der Schränke ist nicht so viel Staub gelangt und einiges, wie z.B. die Kleider sind Plastikboxen verstaut.

Für 17:00 Uhr hat Christine noch einen Termin beim Orthopäden bekommen und wir sind frühzeitig dort. Das Warte- zimmer ist ziemlich voll und wir stellen uns auf eine lange Wartezeit ein. Nach einiger Zeit schimpft ein Patient dass er schon über eine Stunde warten müsse und versucht, sich vorzudrängeln. Aber heute sind offensichtlich  Patienten mit zwei Stunden Verspätung gekommen. Nach eineinhalb Stunden ist Christine dann auch endlich dran. Doktor Jonck untersucht Ihr Knie gründlich und meint dann das Innenband sei  wahrscheinlich gerissen und der Meniskus ist wohl kaputt. Einen Eingriff findet er noch verfrüht und MRT würde zurzeit auch nicht unbedingt weiterhelfen. Er empfiehlt noch etwas zu zuwarten bis die Schwellung ganz abgeklungen ist. Christine ist damit einverstanden, denn an einer Operation ist sie jetzt auch nicht sehr interessiert. Wir vereinbarten am 9. Dezember noch einmal zu kommen. Dann müssen wir uns aber auf den Weg nach Südafrika machen, denn unser 90 Tage Visum für Namibia läuft am 10. Dezember 2013 ab.
Wir hatten keine Lust mehr zu kochen darum beschlossen wir ins La Marmite zum Abendessen zu gehen. Hier gibt es Spezialitäten aus Kamerun. Das Restaurant sieht zwar etwas komisch aus, mit löcherigen Tischdecken, verschiedenen Gläsern, kaputten Scheiben und die Bedienung träge, aber das Essen schmeckt gut und man kann in der Nähe parkieren. Für Christine, mit ihrem eingeklemmte Ischias-Nerv, nicht unwesentlich.

08.11.2013 Windhoek
Ausser Einkaufen und am Pool faulenzen nichts besonders zu berichten.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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6 Antworten zu Windhoek zum Dritten

  1. Tinu Roschi schreibt:

    Hallo zäme, merci für die immer wieder spannenden Reiseberichte. Machet´s Guet. Tinu.

  2. Douw Krüger schreibt:

    Letzte Woche habe ich etwas geschrieben, aber es ist verschwunden (?). Ich bin auch wieder zurück in SA nach zwei Reisen nach Nam innerhalb fünf Wochen. Anyway, gute Besserung und viel Spass.
    Douw Krüger

    • Swissnomads schreibt:

      Hi Douw
      Wir haben auch kein Mail bekommen das von Dir ein Post eingegangen ist.
      Habe schon bemerkt dass Du viel unterwegs bist. Frage mich ob es überhaupt möglich sein wird die versprochene Flasche Wein mit Dir zu trinken. Du bist ja nie in Kapstadt 😉
      Emanuel

      • Douw Krüger schreibt:

        Ich glaube es gibt einen Nachrichtrauber in der Nähe. Ich habe nun zwei mal versuchen ein Post zu schicken, aber…. Hoffentlich habe ich nun Glück.
        Ja, man soll nicht leicht etwas versprechen. Aber keine Sorge. Die Flasche ist reserviert. Nun muss ich mal Zuhause sein. Zuhause ist Durbanville (Kapstadt) oder Port Owen, (Velddrift, 150km weit von Kapstadt). Hätte Christine noch Probleme in Kapstadt, dann kenne ich einen sehr guten (und attraktiven) orthopaedischen Arzt. Er repartiert nur Knie. Guck auch mal mein Blog über die Bergpässe (nur mit Naturstrasse) von Sud Afrika. Westküste und Ostküste. ZS100MPX.blogspot.com. In Afr und Eng geschrieben. Leicht zu verstehen.
        Viele Grüsse
        Douw

      • Swissnomads schreibt:

        Hallo Douw
        Ich habe Dir ein Mail geschreiben.
        Emanuel

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