Warten auf Nelson

29.09.2013 Richthofen – Swakopmund – Richthofen

Heute früh war der Himmel bedeckt aber schon bald hat sich der Hochnebel aufgelöst und wir konnten draussen sitzen.
Wir genossen das schöne Wetter und nutzten die Zeit zum schreiben, Fotos und den Bericht hoch zu laden, lesen und faulenzen.
Unsere Vermieterin Susanne brachte uns unsere gewaschenen Kleider, es hat etwas gedauert  weil sie Mühe hatten zu trocknen.  Sie erzählte uns, dass es beim Jetty  in Swakop ein Restaurant mit einer windgeschützen Terrasse gibt. Wir waren schon zweimal dort haben sie aber nicht gesehen. So beschlossen wir am späteren Nachmittag dorthin zu fahren. Es war wirklich ein ganz schöner Platz, ohne Wind, die Sonne im Gesicht und die grossen Wellen unter uns! Von hier aus konnten wir wieder eine Robbe beobachten die zum Strand schwamm und sich dort kurz auf hielt.
Eigentlich wollten wir nur Austern essen. Nach dem Dutzend Austern verspürten wir aber einen kleinen Hunger und so beschlossen wir, noch einen Teller mit Meerfrüchtespiesschen, Kabeljau und Pommes zu teilen. Dazu ein Savanna und ein Glas Weisswein. Das Ganze für knapp dreissig Franken.

30.09.2013 Richthofen – Kuiseb River – Swapopmund

Auch heute verzog sich der Hochnebel ziemlich schnell und wir beschlossen einen Ausflug dem Kuiseb entlang zu  unternehmen. Auch dieser „Fluss“ ist zur Zeit nur ein Trockenflussbett, lediglich der Orangeriver  im Süden und der Cunene im Norden führen das ganze Jahr Wasser. Alle anderen fliessen nur  nach heftigem Regen für kurze Zeit. Trotzdem ist es am Kuiseb ziemlich grün weil die Büsche und Bäume hier genügend Grundwasser zum überleben finden. Deshalb sahen wir hier auch immer wieder Strausse und Springböcke. Auch Siedlungen mit Wellblechhütten findet man hier immer wieder. Wir fragten uns, wovon die Leute hier leben. Ausser einigen Eseln und Ziegen sahen wir nichts. Nach einem kleinen Ort mit gemauerten Häusern kamen wir an ein sehr neues Forschungs- und Schulungszentrum. Was da geforscht und geschult wird war nicht ersichtlich. Wir machten hier eine kleine Pause um unseren weiteren Weg festzulegen. Es gibt zwei Möglichkeiten zurück zu fahren,  eine längere und eine kürzere über den Vogelfederberg. Als wir gerade wieder wegfahren wollten, kommen einige Velofahrer, die aussahen, als würden sie in diesem Zentrum arbeiten. Hinter dem Kuiseb beginnt die Namib Naukluft Wüste mit ihren roten Dünen.

Es sieht toll aus, vor uns eine abwechselnd helle und dunkle Sand- oder Geröllwüste, dann der grüne flussnahe Streifen und dann die Dünen. Auf der ganzen Strecke auf der D2186 bis Gobabeb haben wir kein Motorfahrzeug gesehen. Von hier fuhren wir dann weiter durch eine ziemlich flache Wüstenlandschaft, in der es dank dem Regen der letzen Woche vereinzelt etwas grünt. Beim Vogelfederberg gibt es einen Campingplatz, aber man braucht ein Permit um dort hin zu kommen. Ab hier fuhren wir auf der C28  Richtung Walvis Bay und dann nach Swakopmund. Der kleine Ausflug war 304km lang und die Fahrzeit ca. 5 Stunden. Wir hatten Temperaturen zwischen 32 grad in der Wüste und 17 grad in Swakopmund.

01.10.2103 Richthofen – Swakopmund

Nach dem Frühstück, wenn es noch nicht so heiss ist, brechen wir auf zu einer kleinen Wanderung durch das Swakopflussbett und auf der anderen Seite auf einen der vielen Felsenhügel. In einer guten Stunde legen wir 3.4km zurück und überwinden 30 Höhemeter. Wie die Bergziegen sind wir da hoch gekraxelt und hatten eine tolle Aussicht über die Gegend.
Erholen konnten wir uns dann am Pool, in den wir aber nicht eintauchen, da das Wasser noch nicht ganz die von uns erwünschte Temperatur hatte.
Einkaufen und tanken mussten wir auch noch und dann haben wir uns erstmal Gedanken zur weiteren Route gemacht. Verraten wollen wir sie noch nicht, kann ja sein, dass wir sie in den kommenden 10 Tage noch ändern werden. Darin – im Ändern- haben wir ja Erfahrung.

02.10.2013 Richthofen –Swakopmund

Bei einem Spaziergang an der Swakopmunder Strandpromenade entlang, konnten wir heute Robben und vermutlich auch Delfine beobachten. Leider hatten wir den Feldstecher nicht dabei, deshalb sind wir uns nicht ganz sicher. Danach holten wir uns noch die Tageszeitung und die neuste Ausgabe des Spiegel-Magazins. Am Nachmittag sitzen wir noch eine Weile am Pool, alles in allem ein ruhiger Tag.

03.10.2013 Richthofen –Swakopmund

Am Morgen hatten wir auf der linken Seite unserer Wohnung den obligaten Hochnebel, während auf der rechten Seite bereits die Sonne durchkam. Der Nebel verzieht sich hier, etwa 15km von der Küste entfernt, bald einmal. Wir sind noch bis etwa um zehn hiergeblieben, weil wir Shira die Hündin unserer Gastgeber gehütet haben. Sie ist eine dreibeinige Schäferhündin, der wegen eines Unfalls oder durch eine mutwillige Verletzung durch einen Unbekannten, beide Vorderbeine gebrochen waren. Das Linke konnte leider nicht gerettet werden und man musste es amputieren. Sie hüpft aber ganz flink durch die Gegend und apportiert auch gerne einen Ball.

In Swakopmund wollte Christine wieder einmal auf das Jetty (Landesteg der keiner ist), und wir beschlossen, auf der windgeschützten Terrasse gegrillte Sardinen (nein nicht die winzigen aus der Büchse) mit Salat und Knoblauchbrot. Mmmmh.

Heute hatten wir an den Feldstecher gedacht, dafür gab es aber ausser Möwen und Kormoranen diesmal nichts zu beobachten.

In der Donnerstagausgabe der Allgemeinen Zeitung steht immer welche Schiffe in den nächsten Tage im Hafen von Walvis Bay einlaufen. Die Wave ist da für den 5. Oktober geplant, da dies aber Samstag ist nützt uns das auch nichts, der Zoll wird unseren Bus fürhestens am Montag abfertigen. Wir rechnen als immer noch mit Dienstag.

Beim Fish Deli haben wir uns für heute Abend noch Tunfischsteaks besorgt. Den Nachmittag faulenzten wir im Garten. Der Pool ist auch heute noch nicht warm genug-vielleicht morgen!

04.10.2013 Richthofen –Swakopmund

Zäher Hochnebel heute Morgen. Bis wir in die Stadt losfahren lichtet er sich zwar, aber an der Küste ist er noch länger da.
Wir stellen den Wagen ab und laufen ein gutes Stück am Meer durch den Sand und dann noch auf der Strandpromenade. Eine Robbensichtung hatten wir heute auch, aber nur ganz kurz. Dann wollten wir noch einkaufen und sind im Village Café eingekehrt. Super nettes Personal, welches an zwei Tischen ein Ständchen gab. Kaffee und Kuchen waren auch gut. Wir sassen im Innenhof, aber da die Sonne nur zeitweise schien war es etwas kühl. Der Innenhof ist ganz originell ausgebaut. Mit buntem Wellblech verkleidete Wände, vielen (Pseudo-)Türen und einem alten roten VW Bus. Es war richtig gemütlich. Die Tische wurden von einer jungen Frau, die mit „Trainee“ angeschrieben war, abgeräumt. Sie machte das sehr anmutig, indem sie sich tänzelnd und singend bewegte! Das strahlte so viel gute Laune und Lebensfreude aus. Das sollte sich bei uns mal ein Lehrling erlauben!
In einem Souvenierladen fand Christine, Weihnachtsdekoration für unseren Bus. Wir schlenderten noch ein wenig durch das Städtchen, aber die Sonne hatte sich verzogen und es war ziemlich kühl.

Aber dann wollten wir wieder raus in die warme Wüste.
Heute essen wir auswärts. Gegenüber vom Hotel Swakopmund **** befindet sich das kleine Restaurant Driftwood, das wir neulich bei einem Bummel entdeckt haben.  Hier bekamen wir leckere Oryx Steaks mit Spätzle.

Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika bis April 2019 zu "erfahren". Wir machten aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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