Die Blumen des Namaqualandes und einiges mehr

14.09.2013 Grünau-Springbok

Dank zwei Wolldecken und dem kleinen Heizstrahler, den uns Dolf gestern Abend gebracht hat,  sind wir in der Nacht nicht erfroren. Es wird hier nachts sehr kalt, aber am Tag auch nicht so warm wie wir es uns von den Tage in Windhoek gewöhnt sind. Nach dem Frühstück klettern wir auf das Koppje hinter unserem Bungalow. Die Anstrengung wurde durch eine Rundumsicht, bis zu den etlichen Kilometer entfernten Bergen, belohnt.

 

Nach geglücktem Abstieg von mindesten 20 Höhemeter, wurde noch unser Gepäck im Auto verstaut. Dann fuhren wir zum Farmhaus um unsere Schulden zu begleich und schon waren wir unterwegs Richtung Südafrika. Unterwegs waren wieder Baustellen, aber lange mussten wir auch heute nicht warten. Am Grenzübergang begrüsste uns zuerst ein Polizist, der von uns gerne Bonbons wollte. Mit etwas Mühe fanden wir dann den richtigen Schalter um die Grenzformalitäten abzuwickeln. Eine mürrische Beamtin machte ihre Stempel in die Pässe. Auf der südafrikanischen Seite waren die Zöllner viel freundlicher und bei der Kontrolle des Fahrausweises hatten wir viel Spass mit der jungen Lady. Der Verkehr war eher spärlich, wahrscheinlich weil am Samstag nicht so viele Lastwagen unterwegs sind. Wir sind so früh in Springbok angekommen dass wir noch genügend Zeit hatten in den wenige Kilometer südöstlich gelegenen Goegap Park zu fahren um dort  die Blumenfelder zu sehen. Abhängig vom Regen gibt es hier zwischen Juli und September die Blumen des Namaqualand in ihrer vollen Pracht zu sehen. Kaum haben wir unsern Eintritt am Gate bezahlt, sehen wir nach kurzer Fahrt, Blumen besprenkelte Wiesen und als Zugabe stehen da auch noch Oryxe und Zebras.

Da es auch hier keine gefährlich Tiere gibt kann man aus dem Auto aussteigen und die Blumen von Nahe ansehen und fotografieren.

Wir fahren eine Runde auf der Touristen-Route, denn die anderen Wege sind den 4×4 Fahrzeugen vorbehalten und machen immer wieder einen Fotohalt.

Unser  Zimmer in Annie’s Cottage war sehr kalt und wir mussten die Heizung anwerfen und die Betten mit den Heizdecken vorwärmen.

Im Restaurant Tauern haben wir uns einen Salat und ein Pizza geteilt. Das machen wir im südlichen  Afrika oft, denn die Portionen sind für uns entschieden zu gross. Ein Stückfleisch von 250g ist eine Ladys Portion, normal ist 350g und mehr.

15.09.2013 Springbok Namaqualand

Bei Aufstehen erleben wir eine Überraschung. Der Himmel ist total verhangen und es regnet sogar ein wenig. Blumen schauen fällt da aus weil diese sich nur bei Sonnenschein öffnen. Darum beschliessen wir an die Küste, besser gesagt nach Port Nolloth zu fahren. Das sind ja nur ca. 110km Teerstrasse, ist also nur ein Klacks! Ein Teil der Strecke ist sehr neblig und erst auf dem Rückweg sehen wir da die tolle bergige Landschaft. 20 Kilometer vor der Küste hat sich der Himmel aufgeklart und wir geniessen wieder das schöne Wetter. Der Wind ist immer noch frisch aber die Sonne scheint und an windgeschützten Stellen kann man auch wieder die Jacke ausziehen. Wir machen einen längeren Spaziergang der Strandpromenade entlang. Dabei sehen wir Kinder welche sich bis zu den Knien in den sehr kalten Atlantik wagen.

Im Hafen liegen Boote mit Saugrohren und wir haben gelesen, dass dort Diamanten aus dem Meer abgesaugt werden.

Wir treffen bei Nemos Fischrestaurant auf eine Gruppe Kinder und Jugendlicher mit ihrem Pfarrer. Sie haben mit grossem Genuss ein Eis geschleckt, das von zwei Gästen des Restaurants gesponsert worden ist. Diese müssen dann auch noch auf ein Erinnerungsfoto. Mit dem Pfarrer kamen wir noch kurz ins Gespräch, er empfahl uns auch noch ein Ausflugsziel. Bei solchen Erlebnissen wird der Kontrast zu unserem Leben in Europa immer sehr deutlich.

16.09.2013 Springbok Namaqualand

Am Besuch des Skilpad Wildflower Reserve sind wir gescheitert. GPS wollte uns den kürzesten Weg zeigen und dieser führte über einen kleinen Pfad an dessen Anfang ein geschlossenes Gatter war. Kein Problem, Christine steigt aus und öffnet trotz der lästigen Stechfliegen mit Leichtigkeit. Wir fahren einige Kilometer da kommt das nächste Gatter und Sie steigt  wieder aus. Hier muss sie noch mehr Stechfliegen abwehren und kann das Tor nicht öffnen weil es mit einem Vorhängeschloss gesichert ist. Es bleibt uns also nichts anderes übrig als zu wenden und den Umweg zu fahren. Der erweist sich aber als sehr lang, so dass wir schlussendlich auf den Besuch des Reservates verzichten.

Dafür fahren wir bis an die Küste und gelangen so in die Ortschaft Hondeklip Bay, Hier essen wir ein Fischgericht mit Snoek und dazu Chips. Der Fisch schmeckte wie der aus Kapstadt importierte von Aldi. Der ganze Weg führte durch das Namaqaland Nature Reserve. Und auch hier war der Blütenteppich zeitweise spektakulär.

Auf der Strasse begegneten wir mehr Schildkröten als Fahrzeugen und  auch  Straussen, Ziegen  und Kühen gefiel das feine „Blumenfutter“.

17.09. 2013 Springbok – Rosh Pinah

Heute fahren wir eine etwas kürzere Etappe. Bis zur Grenze auf geteerter Strasse und einige Kilometer auf namibischem Boden noch Teer, dann aber nur noch Naturstrasse. Aber in einem deutlich besseren Zustand als die südafrikansichen Wege die wir gestern erlebten. Die Strasse führt  zum grössten Teil am Orange River entlang.

Landschaftlich sehr interessant. Auf der einen Seite der Fluss dessen Ufer Bäume und Büsche säumen und wo auch Wein und Früchte angebaut werden  und daneben karge Sand und Steinwüste. Die Strasse führt oft geradeaus über kleiner Hügel so dass man sich auf einer Achterbahn wähnt. Dann schlängelt sich die Piste wieder in Serpentinen um kleinere Berge. Alles in Allem eine spannende und abwechslungsreiche Fahrt. In Rosh Pinah, einem kleiner Minenort, hatten wir in der  Four Seasons Lodge ein Zimmer reserviert. Da wir schon ziemlich früh ankamen, machten wir noch eine Runde durchs Dorf,  und noch einige Einkäufe für die morgige Fahrt.

Noch eine Nachricht von Nelson er wurde gestern in Antwerpen auf das Schiff verladen und ist zur Zeit unterwegs Richtung Afrika. Nächster Halt, Dakar.

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Über Swissnomads

Wir sind seit Februar 2013 pensioniert und im September 2013 mit unserem Mercedes Benz 310 4x4 los gezogen um Afrika zu "erfahren". Wir machen aber hie und da auch einen Heimaturlaub. In den letzten 20 Jahre waren wir zusammen schon etliche Male im nördlichen und südlichen Afrika unterwegs. Emanuel hat bereits in den 70er in Südafrika gearbeitet und ist anschliessen mit einem VW Bus zurück in die Schweiz gefahren.
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7 Antworten zu Die Blumen des Namaqualandes und einiges mehr

  1. Douw Krüger schreibt:

    Es ist klar. Ihr habt eine tolle Zeit! Wir sind in der naehe von dem Kgalagadi Park. Etwas los mit unserer Reservierung gestern (dass kann auch!). Aber heute koennen wir endlich hineinfahren und dann koennen die Hollaendishe Familie Loewen sehen. Ich freue mich ueber den guten Weg beim Oranjerivier. Wir kommen auch noch da – nach 10 Tage. Gute Reise weiter. Douw Kruger

  2. Sylvia Germann schreibt:

    wau, so schön, was dir aus gseht u erläbet….. :).
    schad schribt dr Nelson nid ou Tagäbuch
    glg Sylvia

  3. Berger Annemarie schreibt:

    Hello Brüderlein und Christine.
    Schön ,dass ich Euch über Skyp gesehen und gehört habe.Ich hätte noch 2 Metall-.Bettflaschen von derGrossmutter Mütterlicher seite, aufgefüllt mit heissem Wasser leker lange warm.
    Tschüss und Herzliche Grüsse Annemarie

  4. Anita Aeberhard schreibt:

    Wunderschöne Bilder, tolle Seite- bitte immer fleissig weiterschreiben 🙂
    Wir denken an Euch!

    • Swissnomads schreibt:

      Wir geben uns Mühe, aber wir werden nicht immer so viel Zeit haben wie jetzt. Auch Ingternetverbindungen sind nicht immer vorhanden.
      Liebe Grüsse
      Emanuel & Christine

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